FF17: Aufgedreht in der zweiten Halbzeit
Was bedeutet Vereinsleben? Genau das: füreinander da sein, wenn Not am Mann ist.
Eigentlich stehe ich als Trainer der FF14 an der Seitenlinie. Doch letzten Samstag durfte ich für einmal unsere FF17 Girls begleiten und an der Seitenlinie der nächsthöheren Mädchenmannschaft unseres Vereins stehen. Und ich gebe es zu: Die Vorfreude war gross. Ein grosses Fussballfeld, 11 Spielerinnen, grosse 7-Meter-Tore und nochmals eine ganz andere Dimension als bei der FF14.
Ferienzeit bedeutet allerdings auch, dass viele Spielerinnen und Trainer ihre wohlverdienten Herbstferien geniessen. So erreichte mich die Anfrage, ob ich kurzfristig einspringen und die FF17 unterstützen könnte. Nach einem kurzen Check war für mich sofort klar: Natürlich mache ich das – und dies sogar mit Stolz.
Dann ging es los.
Der FC Emmenbrücke machte es uns zu Beginn alles andere als einfach. Die Gäste kamen einige Male gefährlich in die Nähe unseres Tores und konnten in der ersten Halbzeit auch einmal erfolgreich abschliessen. Wir hingegen brauchten etwas Zeit, um richtig ins Spiel zu finden. Trotzdem hatten wir mehr Ballbesitz und erarbeiteten uns die besseren Torchancen. Es wäre durchaus mehr drin gewesen, aber immerhin konnten wir noch vor der Pause den wichtigen Ausgleich erzielen.
Und dann kam die zweite Halbzeit.
Irgendwie war plötzlich eine andere Mannschaft auf dem Platz. Die Chemie stimmte, die Laufwege passten und unsere Girls spielten sich regelrecht in einen Rausch. Tolle Kombinationen, starke Pässe und viel Bewegung sorgten dafür, dass wir uns praktisch dauerhaft in der gegnerischen Hälfte festsetzten.
Und das zeigte sich auch auf der Anzeigetafel.
Gleich sechsmal konnten wir in der zweiten Halbzeit jubeln. Dabei wurde um jeden Ball gekämpft, jeder noch so aussichtslose Ball versucht zu retten und keine Sekunde aufgegeben. Genau diese Mentalität war es, die den Unterschied machte. Der FC Emmenbrücke bekam unsere Entschlossenheit zu spüren und unsere Girls zeigten eindrücklich, was es bedeutet, als Team niemals nachzulassen.
Was für eine zweite Halbzeit. Was für ein Auftritt. Und was für ein Erlebnis für mich persönlich.
Ich durfte ein grossartiges Team kennenlernen, eine tolle Erfahrung auf dem grösseren Feld sammeln und vor allem erleben, wie schön Vereinsleben sein kann, wenn man sich gegenseitig unterstützt.
Danke FF17, dass ich dabei sein und euch coachen durfte. Es hat richtig Spass gemacht. Ich wünsche euch weiterhin viel Erfolg und vor allem ganz viel Freude am Fussball. Hopp Chriens.