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Ein Punkt und vielleicht noch ein bisschen mehr

Aufstellung & Statistik

Es waren arbeitsintensive 94 Minuten im Kleinfeld gestern Abend. Für beide Teams. Spielerisch erwischten zumindest wir nicht den besten Abend, besonders in den ersten 45 Minuten. Da waren die Gäste aus der Ostschweiz besser in der Partie, hatten mehr Ballbesitz, erspielten sich aber dennoch kaum Torgelegenheiten.

Das war hauptsächlich unserer Defensivarbeit zu verdanken, die sehr solidarisch wirkte und die Wil kaum Räume zur Entfaltung oder gefährliche Umschaltmomente gab. In der Offensive taten wir uns schwer. Kamen oft einen Schritt zu spät, waren zu ungenau und liessen das Durchsetzungsvermögen in den entscheidenden Momenten etwas vermissen.

Und trotzdem besassen wir die beste Torgelegenheit vor dem Seitenwechsel. Martin hatte für einmal etwas Platz und schlug einen weiten Ball auf Nico, der alleine vor Muslija die weite Torecke anpeilte, diese allerdings knapp verfehlte.

Nach dem Seitenwechsel wurde es dann eine ausgeglichene Angelegenheit. Der «Expected Goals»-Wert blieb allerdings beidseitig tief. Die Partie war in erster Linie umkämpft und laufintensiv für beide Teams.

Für den spielerischen Glanzpunkt des Spiels waren dann aber wir verantwortlich. Nach rund einer Stunde schob Rrezi die Kugel, nach einer Kombination über vier, fünf Stationen, zu Martin, der sich im Strafraum drehte und ins lange Eck traf. Zweite Chance, erster Treffer.

Nun war der FC Wil wieder am Drücker, suchte den Ausgleich mit Vehemenz. Und wir kamen kaum noch zur Entfaltung, konnten die offenen Räume nicht für Umschaltmomente nutzen. Der Ausgleich fiel neun Minuten nach unserem Führungstreffer. Den ersten Schussversuch wehrte Ruben ab, den zweiten, wohl noch leicht, aber entscheidend von uns abgefälscht, musste er passieren lassen.

Der Ausgleich war nicht unverdient. Aber ärgerlich, weil wir eigentlich keine klaren Torchancen zuliessen, trotz der Druckphase der Gäste, und weil es uns in dieser Phase nicht gelang, für Entlastung oder sogar für die Entscheidung zu sorgen. «Wir nehmen diesen Punkt. Gegen einen guten Gegner am heutigen Abend. Aufgrund des Gezeigten geht dieses Unentschieden in Ordnung», sagte Mike Winsauer nach dem Abpfiff.  

Für uns geht es nun mit einer Pause weiter. Das kommende Cupwochenende lassen wir aus und fahren am 25. Oktober zum Yverdon-Sport FC.

(Bilder: Daniel Gehrig) 

 

Ein Punkt und vielleicht noch ein bisschen mehr
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