Zum Abschluss zu Servette

Keine 24 Stunden nach dem Spiel gegen Lausanne stand der SC Kriens gestern schon wieder auf dem Trainingsplatz. Die komfortable Ausgangslage sei kein Grund, die Zügel schleifen zu lassen, befand SCK-Trainer Bruno Berner. Zwar brachte der Donnerstagabend die herbeigesehnte Erleichterung im Abstiegskampf, bis zur Gewissheit fehlen dem SCK aber noch 90 Minuten. Und die gehen morgen Sonntag in Genf über die Bühne. Ankick 16:00 Uhr.

Der seit Wochen feststehende Aufsteiger in die Super League wartet. Servette Genf, die Übermannschaft der Saison. «Als Spieler freut man sich auf solche Spiele. Gegen wirklich gute Mannschaften wie Servette anzutreten, ist eine tolle Herausforderung», sagt SCK-Mittelfeldmotor Marco Wiget.

Fünfzehn Punkte Vorsprung haben die Genfer mittlerweile auf den ersten Verfolger Aarau. 86 Tore hat die Mannschaft von Alain Geiger geschossen, das sind 2.4 Tore pro Spiel. Und bloss vier Teams punkteten bisher im Stade de Genève. Lausanne, Aarau, Wil und, ja ja, der SC Kriens – beim 1:1 im September des letzten Jahres.

Die beiden anderen Duelle im Kleinfeld entschied Servette für sich. Wir erinnern uns mit Zähneknirschen an den «last second» Sieg im Oktober. Zwei Tore erzielten die Westschweizer damals in der Nachspielzeit. Würg.

Der SCK will Servette morgen bestimmt nicht ins offene Messer laufen, denn die Genfer können vollkommen unbeschwert aufspielen. Mit der Gewissheit, nach dem Spiel den Challenge-League-Meisterpokal überreicht zu bekommen.

Diese «Unbekümmertheit» scheint Servette zu beflügeln, dafür sprechen die 13 Tore in den letzten drei Spielen. Solid und kompakt stehen und richtig «ecklig» sein, darf deshalb die Devise des SC Kriens lauten. Dem SCK fehlen in Genf die verletzten Diogo Costa und Nico Siegrist. Sonst sind alle Mann an Board. Die letzten 90 Minuten der Saison warten. Zuerst kämpfen, dann feiern. Come on Kriens.

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