Nur die Pommes waren richtig gut

Was bleibt nach einer 0:2 Niederlage gegen GC im Stadion Letzigrund. Punkte sicher nicht. Dafür war GC heute zu effizient, zu abgeklärt und wir leider zu wenig frech, zu wenig mutig und bisweilen fehlte auch einfach der Biss. Das Spiel war zwar ausgeglichen (51 zu 49 Prozent Ballbesitz für GC), Torchancen gabs auf beiden Seiten aber nur wenige. Aber, GC machte daraus zwei Tore und wir schossen den Torhüter an oder hauten die Kugel am Tor vorbei.

Als SCK-Fan hätte man sich ein bisschen mehr Leidenschaft gewünscht, besonders nach dem Seitenwechsel, ein bisschen mehr Offensivdrang, ein bisschen mehr «lasst uns das zusammen noch hinbiegen». Denn GC war zu keinem Zeitpunkt übermächtig, war nicht dominant, sondern machte was nötig war. Es wäre spannend gewesen zu beobachten was nach einem SCK-Tor passiert wäre – aber der Konjunktiv macht sich in einem Matchbericht selten gut.

Und zu einem grünweissen Torerfolg kam es (leider) nicht. Selbst wenn die Chancen da waren, in der ersten Halbzeit zwei, dreimal. Nach dem Seitenwechsel als wir zehn, zwölf Meter vor dem GC-Tor völlig freistehend zum Schuss ansetzen konnten. Der Ball flog, wie erwähnt, allerdings weit übers das Tor. Bemüht waren wir, aber das alleine reichte heute einfach nicht.

So war es eine etwas trostlose Angelegenheit in einem viel zu grossen und fast leeren Stadion, indem Rockkonzerte und ein jährlich stattfindendes Leichtathletik-Meeting deutlich besser aufgehoben sind als Challenge-League-Fussball. Auch wenn die Menschen vom Letzigrund ungemein freundlich und die Pommes wirklich erstklassig waren.

GC Zürich vs. SC Kriens 2:0 (1:0)
Stadion Letzigrund 3150 Zuschauer

Tore: 38′ Diani 1:0, 49′ Salatic 2:0

SC Kriens: Osigwe, Fäh, Elvedi, Costa, Wiget (56′ Mijatovic), Kukeli, Ulrich (46′ Yesilcayir), Siegrist, Sadrijaj, Follonier (65′ Tadic), Abubakar (56′ Teixeira)

Bemerkungen: SC Kriens ohne Urtic, Fanger, Alessandrini, Dzonlagic (alle verletzt), Berisha (gesperrt), Zizzi (abwesend)

Tore und andere wenige Höhepunkte

(Bild: Marco Furrer)

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