«Man soll uns mit dem SCK in Verbindung bringen»

Die STS Elektro AG ist seit diesem Sommer Sponsor beim SC Kriens. Geschäftsleiter Patrick Vüllers (im Bild) über das Plus der Ehrenamtlichkeit, seine Verhaltensweisen im Stadion und weshalb er ein Elektromobilitäts-Fan ist.

Patrick Vüllers, wie sind die STS Elektro AG und der SC Kriens zusammengekommen?
Wir hatten in der Bauphase des neuen Stadions zwei Aufträge im Kleinfeld, für den Ausbau der Sportschule und des Fitnesscenters. So kam der Kontakt mit Werni Baumgartner zustande und es entstand auch eine gewisses Verbindung zum SC Kriens. Über einen langjährigen STS-Mitarbeiter und SCK-Fan kamen wir schliesslich ins Gespräch für ein Sponsoring und entschlossen uns, den SCK fortan zu unterstützen.

Was hat für ein Sponsoring beim SCK gesprochen?
Mir gefällt die unkomplizierte, authentische Art des Vereins. Zum Beispiel kümmert sich eine ehrenamtlich arbeitende Person um Sponsoring- Aufgaben. Das ist etwas komplett anderes als wir es von anderen Vereinen gewohnt sind. Es imponiert mir, dass im Kleinfeld viele Leute ihre Freizeit für den Verein hergeben, das zu unterstützen lohnt sich. Wer ehrenamtlich für eine Sache arbeitet, der tut das mit Begeisterung und Herzblut. So leben wir das auch bei der STS.

Welche Erwartungen hast du an den SCK?
Wir erwarten eine gewisse Sichtbarkeit, wir möchten als Sponsor wahrgenommen werden. Man soll uns mit dem SCK in Verbindung bringen und sehen, dass wir als Firma bereit sind, uns finanziell für den Verein zu engagieren. Denn wir wollen lokale Vereine unterstützen. Ein Engagement ausserhalb der Region wäre für mich deshalb ausgeschlossen. Unsere Arbeitsplätze sind in Kriens, wir haben viele Krienser angestellt, darunter auch einige SCK- Fans.

Es herrscht eine unkomplizierte, familiäre Atmosphäre im Kleinfeld.

Wie erlebst du den SC Kriens als Verein?
Als sehr engagiert. Man fühlt sich als Unterstützer willkommen, auch als Matchbesucher. Meine Frau war zum Beispiel schon einige Male mit im Kleinfeld…

…ist das etwas aussgewöhnliches?
Es erstaunt mich ja (lacht). Sie kommt sonst eigentlich nie mit an ein Fussballspiel. Aber im Kleinfeld ist sie gerne und begleitet mich regelmässig mit an die Spiele. Es herrscht eine unkomplizierte, familiäre Atmosphäre im Kleinfeld – unabhängig von den sportlichen Ergebnissen.

Wie wichtig ist dir als Sponsor der sportliche Erfolg?
Mit unserem Sponsoring beim SC Kriens nicht sehr wichtig. Der Erfolg eines Sponsoring ist meiner Meinung nach auch nur schwer messbar. Wir werden nicht in der Lage sein um zu sagen: Das Sponsoring beim SCK hat uns soviel Umsatz eingebracht, egal in welcher Liga der SC Kriens spielt. Aber natürlich ist der Erfolg auf dem Platz für die Attraktivität des Vereins mitentscheidend.

Beim SCK fiebert man sehr schnell mit und identifiziert sich mit den Spielern.

Welcher Zuschauertyp bist du, analytisch still oder energisch laut?
Ich kann auf der Tribüne durchaus engagiert mit einer Mannschaft mitfiebern. Sportler und Unternehmer verbindet ein gewisser Ehrgeiz, den spüre ich schon als Zuschauer. Beim SCK fiebert man aufgrund des familiären Charakters sowieso sehr schnell mit und identifiziert sich mit den Spielern.

Man spricht beim SC Kriens, wie wohl bei allen grösseren Fussballvereinen, hauptsächlich von der 1. Mannschaft. Wie wichtig ist die Juniorenarbeit des Vereins für dich?
Enorm wichtig. Jugendliche die bereit sind in ihrer Freizeit etwas zu leisten, regelmässig zu trainieren anstatt zu Hause zu sitzen und Netflix zu schauen kann man nicht genug unterstützen und fördern. Wir haben bei der STS die Erfahrung gemacht, dass wir mit Lerneden die sich in einem Verein engagieren, viel weniger Probleme haben. Dort herrscht die Mentalität, wenn ich etwas erreichen will, muss ich etwas dafür tun. Diese Einstellung passt gut zu uns als Ausbildungsunternehmen.

Ein Ausbildungsunternehmen passt auch gut zum Ausbildungsverein SC Kriens.
Ähnlichkeiten gibt es sicherlich. Wie der SCK müssen wir auch viel dafür tun, dass die jungen Leute gut ausgebildet werden und zum Erfolg des Unternehmens beitragen können. Kommt hinzu, dass wir den Fachkräftemangel in unserer Branche mit von uns gut ausgebildeten Leuten kompensieren können.

Ein Ziel ist auch die Weiterentwicklung in der Elektromobilität.

Welche Ziele hat die STS Elektro AG?
Hauptsächlich die Weiterentwicklung als Gesamtdienstleister. Das heisst, wir sehen uns als Unternehmen, das die Kunden von A bis Z betreut. Vom Entwurf eines Projekts bis zur Ausführung und zum Abschluss. Für einen Kunden hat das den Vorteil, dass es viel weniger Schnittstellen gibt und er immer denselben Ansprechpartner hat. Ein Ziel ist auch die Weiterentwicklung in der Elektromobilität. Da müssen wir uns auch reindenken, uns entwickeln, aber wir sehen darin grosses Potential.

Die sich aber noch nicht durchgesetzt hat, zumindest in der Schweiz nicht.
Das wird sie aber, davon bin ich überzeugt. Letztes Jahr haben wir einen vierstelligen Umsatz gemacht mit der Elektromobilität, jetzt ist er bereits sechsstellig. Wir sehen wie viele Leute auf dem Markt sich damit auseinandersetzen, Unternehmen und Privatpersonen. Wir stehen in einem intensiven Austausch mit holländischen Unternehmen aus diesem Bereich, die sind uns aber drei, vier Jahre voraus.

Und wie eignet man sich dieses Wissen als Schweizer Unternehmer an?
Zum Beispiel indem wir nach Holland reisen und die Hersteller treffen und uns über ihr Produkt austauschen und Detailfragen dazu stellen oder neue Produkte komplett auseinander bauen und internes Engineering betrieben und daraus gelernt.

 

Die STS Elektro AG beschäftigt 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 16 Lernende. Das Unternehmen aus Kriens plant und projektiert Elektro-Installationen, von Beleuchtungen über Alarmanlagen, Stromversorgung bis zu Netzwerk-Instellationen. Seit April 2019 gehört auch die neugegründete Telgate AG zur STS Elektro AG. Die Tochterfirma ist im Telematik-Dienstleistungen wie innovative Digitallösungen, sowie Festnetz- und Mobiltelefonie.

 

 

 

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