Lara, Valon und Tattoos als Freizeitbeschäftigung

Wer hätte das gedacht: Der Valon und die Lara. Verliebt! Ein frisches Paar, glamouröser als Brad Pitt und Angelina Jolie, sexier als Kliby & Caroline. Als ich im Blick das Foto von Valon Behrami sah, dachte ich: Wo soll da noch ein Tattoo mit Laras Namen hin? Alles voll mit Tattoos. Zumindest jene Körperteile, die man am Stammtisch so zeigen kann.

Was die Frage aufwirft: Warum sind die Millionarios unter den Fussballern so üppig tätowiert? Was werden Archäologen sagen, wenn sie in 100 Jahren unter den Trümmern des Estadio Santiago Bernabéus einen mumifizierten Fussballer finden? Sie werden glauben, Krieger aus der Bronzezeit gefunden zu haben. Oder eine alte Pergamentrolle, mit dem Schriftzug «Lara».

Vielleicht ist es bei Profifussballern die schlichte Langeweile. Zwischen den Terminen mit dem Steuer-, Anlage- und Spielerberatern gibt es endlose Stunden ohne Training. Twitter und Facebook erledigen ja eh Agenturen. Was auffällt: Je tiefer die Liga, desto weniger Tattoos. Zu Hause habe ich ein Buch mit den schlimmsten Fussballer-Frisuren Englands in den 70er-Jahren (ja, lesen bildet). Es zeigt: Schon immer mussten sich Fussballer mit der Frage auseinandersetzen: Was mache ich jetzt noch bis Feierabend?

So ist es einfach erfrischend, wenn es auf dem Feld noch tatsächlich um Fussball geht. Wie am Samstag im Gersag gegen Köniz (18 Uhr). Wir wollen beweisen, dass wir auch Rückrunde können (gopferdelli).

Kollege Tobler ist diese Woche wieder auf der Baustelle im Stadion Kleinfeld gewesen. Er hatte feuchte Augen, als er davon erzählte. Manchmal will er damit ja auch etwas angeben. Aber da habe ich gedacht: Geil. Noch ein halbes Jahr.