«Ich muss der Mannschaft ein grosses Kompliment machen»

Gegen Lausanne absolvierte Jan Elvedi seinen ersten Ernstkampf für den SC Kriens. Der 21-jährige Verteidiger stand dabei als einziger «Neuer» in der SCK-Startelf. Im Interview spricht er über dieses Debüt und seine Vorfreude aufs Kleinfeld.

Jan, was hat nach dem Spiel am Freitag überwogen. Die Freude über den Punkt oder der Ärger über den verpassten Sieg?
Ich denke im ersten Moment war es sicher die Freude über den Punkt, da wir in Unterzahl doch noch in Bedrängnis kamen. Wenn man sich das Spiel dann jedoch nochmals angeschaut, ist es schon sehr ärgerlich, dass wir nicht mit einem Dreier nach Hause gefahren sind.

Hast du dich selber über deine verpassten Kopfball Chancen geärgert?
Im Spiel konnte ich es gut wegstecken und mich aufs Wesentliche konzentrieren. Im Nachhinein ärgerte es mich dann aber schon sehr.

Wie wars mit 10 Mitspielern auf dem Platz zu stehen, die sich schon lange kennen und die letzte Saison zusammen bestritten haben?
Es braucht natürlich immer seine Zeit, um sich in einer Mannschaft zurecht zu finden und zu verstehen, wie die Laufwege funktionieren. Ich muss der Mannschaft aber ein grosses Kompliment machen, sie machten mir die Sache wirklich einfach. Sie helfen mir wo sie können und versuchen mich so schnell wie möglich zu integrieren.

Wie wohl fühlst du dich beim SCK schon?
Sehr wohl. Es ist wirklich ein Verein der funktioniert und in dem man sich um die Spieler kümmert. Auch die Mannschaft selber hat einen tollen Charakter und ich freue mich einen Teil davon zu sein.

Die Situation ist speziell, der SCK ist momentan an Verein ohne Heimat. Ist es für dich als neuer Spieler dadurch schwieriger einen Bezug zum Verein herzustellen?
Das ist schwierig zu sagen. Wir alle freuen uns darauf endlich im neuen Stadion einlaufen zu können. Die Situation jetzt ist wie sie ist und ich bin einer der sich schnell anpasst und das Beste aus den aktuellen Bedingungen macht. Jetzt gilt es so viele Punkte wie möglich zu sammeln und wenn wir dann ins Kleinfeld zurückkehren können, wird uns das sicher nochmals zusätzliche Motivation geben. Und es ja nur eine Übergangsphase, wir wissen, bald sind wir zu Hause und darauf freuen wir uns riesig.

Apropos zu Hause. Du wohnst im Raum Zürich. Ein langer Weg bis nach Kriens – vier, fünfmal pro Woche.
Nach dem der Wechsel zum SCK bin ich nach Malters gezogen. Jetzt habe ich eine Viertelstunde mit dem Auto ins Training. Das passt gut

Wieso hast du dich für einen Wechsel zum SC Kriens entschieden?
Kriens war jener Verein, der sich am meisten um mich bemüht hat und bei dem ich das beste Bauchgefühl hatte.

Du kennst den nächsten Gegner aus der vergangenen Saison. Was erwartetet den SC Kriens gegen Rappi?
Rappi ist eine sehr gut organisierte Mannschaft, die sehr diszipliniert spielt. Wenn wir unsere Leistung aber wieder abrufen können und ebenfalls organisiert auftreten, liegen am Samstag drei Punkte drin.

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