Frauen: Ungefährdeter Heimsieg trotz Fehlstart

In einem vorgezogenen Meisterschaftsspiel trafen die Krienserinnen auf den SC Goldau. Beide Kontrahenten spielten erstmals gegeneinander, von einem Abtasten zu Beginn konnte aber keine Rede sein. Es sollte ein torreicher Abend werden im Kleinfeld, welcher nervenaufreibender nicht hätte sein können.

SC Kriens – SC Goldau 5:2 (2:1)
Kleinfeld

Tore: 2‘ Burch, 25‘ / 84’ Mirakaj, 61‘ Deschwanden (P.), 64‘ Flüeler,

SC Kriens: Furrer, Paganucci, Deschwanden, Bachmann, Zuber, Mirakaj, Fluder, Wieser, Rüttimann, Laky, Burch

Ersatz: Amstutz K., Flüeler

Bemerkungen: SC Kriens ohne Amstutz L., Balsiger, Blättler, Büchler, Christen, Hess, Hunkeler, Marjanovic, Villiger

Wenn man in der 2. Spielminute ein Tor schiesst, heisst es meistens 1-0. Aber nein, heute nicht. Wir haben es tatsächlich geschafft, bereits nach 30 Sekunden in Rückstand zu geraten. Drei Mal über die Torfrau zurückgespielt, das Pressing des Gegners unterschätzt, ein Fehler und schon hiess es 0-1 für die Gäste. Doch die Reaktion war mustergültig. Praktisch im Gegenzug wurde Ramona Burch auf der linken Seite lanciert und versenkte den Ball in der weiten Ecke. Der Fehlstart wurde umgehend behoben.

Das Spiel begann sehr unterhaltsam. Kriens war spielerisch und in den Zweikämpfen einige Klassen besser als der Gegner, doch der SC Goldau war mit Zuspielen auf die blitzschnelle Nummer 14 stets gefährlich. Die SCK-Abwehr stabilisierte sich jedoch und liess die Gäste immer weniger gewähren. Nun konnte die Offensiv-Odyssee beginnen. Der SCK kombinierte gut, spielte einmal mehr Chance um Chance heraus und scheiterte ein ums andere Mal kläglich vor dem Tor. Wenn man nur den Fuss hinhalten müsste um einzuschieben, wollte man offensichtlich das Tornetz zerstören und schlug den Ball mit voller Wucht neben oder über das Tor. Die Spielerbank wie auch die Zuschauer waren nahe an einem Nervenzusammenbruch, so unfassbar gut waren die Möglichkeiten. Doch dann kam die Führung: Wieder über die linke Seite entwischte in der 25. Minute Lirjana Mirakaj und haute den Ball über die Torfrau der Gäste. Es folgten weitere 20 Minuten Torchancen beinahe im Minutentakt. Aber eben ohne Erfolg. Mit einem 2-1 ging es in die Pause.

Die deutliche Pausenansprache brachte keine Linderung bei der akuten Torflaute. Die Verteidigung, wie auch das Umschalten bei Ballverlust funktionierten jetzt aber wie am Schnürchen. Der Gegner wurde aus dem Spiel genommen. Nach gut 20 Minuten in der zweiten Hälfte dann endlich die Erlösung. Nach einem Foul an Lirjana erhöhte unsere Elfmeter-Expertin Laura Deschwanden zum 3-1, nur drei Minuten später Katja Flüeler aus kurzer Distanz auf 4-1. Kurz vor dem Ende folgte noch der schönste Treffer des Abends, erneut durch Lirjana. Ein Schlenzer via Innenpfosten nach einem schön kombinierten Angriff. Den zweiten Ehrentreffer für die Gäste lassen wir mal so stehen bei dem Spielstand.

Die SCK-Frauen klettern mit diesem Sieg in der Tabelle weiter nach oben. Am Sonntag steht ein happiges Auswärtsspiel auf dem Programm. Die noch ungeschlagenen Leaderinnen aus Meggen warten auf die Girls in Green.

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