Frauen: Spiel in vier Minuten gedreht

Der letzte Auftritt vor der Winterpause brauchte Nerven. 60 Minuten lang sah es alles andere als gut aus. Eine Leistungssteigerung in der letzten halben Stunde reichte, um Littau niederzuringen.

FC Littau – SC Kriens 2:4 (1:1)
Ruopigen

Tore: 34‘/63‘/65‘ Fluder, 61‘ Amstutz K.

SC Kriens: Furrer, Paganucci, Deschwanden, Bachmann, Villiger, Mirakaj, Fluder, Wieser, Rüttimann, Hunkeler, Laky

Ersatz: Amstutz K., Amstutz L., Zuber

Bemerkungen: SC Kriens ohne Balsiger, Blättler, Büchler, Burch, Christen, Flüeler, Hess, Marjanovic

Der Start in die Partie gelang den Krienserinnen überhaupt nicht. Zu viele Fehler reihten sich aneinander. Eine hohe Fehlpassquote, viele verlorene Zweikämpfe und ideenlos im Angriff. Auch nach der Startviertelstunde wurde es nicht besser. Der Gegner aus Littau zeigte ab und zu einen gelungenen Angriff, mehrheitlich hiess es aber Kick & Rush beim Heimteam. Zur schwachen Leistung der Krienserinnen gesellte sich in der 33. Minute auch noch ein Eigentor. Eine Art Weckruf für die Gäste. Nur eine Minute später glich Spielführerin Fabienne Fluder mit einem platzierten Distanzschuss aus. Nun war Kriens besser im Spiel und erspielte sich im Anschluss gleich mehrere gute Torchancen. Tore fielen keine mehr bis zur Halbzeit.

Wer jetzt denkt, dass die aufsteigende Form beim Start der zweiten Hälfte mitgenommen wurde, irrt sich gewaltig. Bereits in der ganzen Vorrunde tut sich der SCK schwer nach dem Pausentee. Die logische Konsequenz: das Heimteam ging erneut in Führung. Sieben Minuten alt war die zweite Halbzeit. Es brauchte eine Erleuchtung, ein Zeichen, um dieses Spiel noch zu drehen.

Für diesen Aufwach-Moment sorgte Karin Amstutz in der 61. Spielminute. Nach einem perfekten Eckball von Belinda Rüttimann stieg diese am höchsten und versenkte den Kopfball wuchtig in der weiten Ecke. Eine Seltenheit, ein solches Kopftor. Endlich boten die Krienserinnen ansehnlichen Fussball. Zwei Minuten nach dem Ausgleich war wieder Capitano Fabienne Fluder mit einem Distanzschuss erfolgreich. Kaum war die Freude über die Führung verflogen, zog Fabienne wieder ausserhalb des Strafraums ab und erwischte die Torfrau mit einem Briefkasten-Tor. 4-2 für Kriens und ein Hattrick von Fluder. Drei Distanzschüsse ausserhalb des Strafraums. Geile Sache! Das Spiel wurde gedreht in nur vier Minuten. Das Heimteam verbuchte zwar noch einen Pfostenschuss, Kriens aber behielt die Überhand mit einem klaren Chancenplus. Schlussendlich brachte man das anfänglich völlig verkorkste Spiel nach Hause und nimmt die letzten drei Punkte aus der Vorrunde mit.

9 Spiele, 6 Siege, 2 Unentschieden und 1 Niederlage. Mit 20 Punkten gehen wir in die Winterpause. Punktemässig eine der erfolgreichsten Vorrunden für die Krienserinnen. Man steht auf dem zweiten Rang und kann im Frühling angreifen.

Wir wünschen eine schöne Winterpause und lassen von uns hören – spätestens sobald sich an der Transferfront etwas tut 😉

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