Frauen: Sieg in der ersten Cup-Runde gegen Oberklassigen

Kriens empfing den oberklassigen SK Root, Leader der 3. Liga, zur ersten Frauen Cup-Runde. Im vergangenen Jahr scheiterten die Krienserinnen noch an dieser hohen Hürde. Am Samstagabend glückte die Revanche in beeindruckender Art und Weise.

SC Kriens – SK Root 1:0 (1:0)
Kleinfeld

Tore: 45‘ Furrer

SC Kriens: Büchler, Zuber, Bachmann, Deschwanden, Paganucci, Huwyler, Flüeler, Fluder, Wieser, Burch, Amstutz K.

Ersatz: Amstutz L., Furrer, Villiger, Marjanovic, Mirakaj

Bemerkungen: SC Kriens ohne Gorqaj, Kunz, Laky, Hunkeler, Balsiger, Blättler

Die letztjährige Cup-Reise führte die SCK Frauen bis in den Viertelfinal, wo der SK Root die Endstation bedeutete. Die Losfee meinte es gut mit den Krienserinnen und schenkte ihnen die Chance auf eine Revanche. Die Gegnerinnen sind mit vier Siegen aus vier Spielen optimal in die Saison gestartet. Auf dem Papier eigentlich eine klare Sache, könnte man meinen, doch da kommt noch der ominöse Cup-Faktor hinzu. Die Motivation des Heimteams, dieses Spiel zu gewinnen und dafür bis zum Umfallen zu kämpfen, überschritt die 100 % Marke locker.

Die SCK Frauen starteten ab der ersten Minute engagiert und man schien den Gegner ordentlich zu verunsichern. Dazu agierte Kriens in einer defensiven 4-2-3-1 Formation. Man wollte mit einer Doppel-Sechs für die nötige Stabilität sorgen und dem Gegner das Toreschiessen schwer machen. Der SCK zog sich bei Ballbesitz des SK Root in die eigene Platzhälfte zurück und liess keinen Raum für ein Zusammenspiel. Dementsprechend schlugen die Rooterinnen die Bälle eher planlos nach vorne und die tief stehende Krienser Abwehr hatte keine Probleme, diese zu entschärfen. Die Abwehr bestehend aus Zuber, Deschwanden, Bachmann, Paganucci und später auch Villiger machte einen sehr souveränen und abgeklärten Eindruck. Mit gutem Stellungsspiel war immer ein Krienser Bein im Weg und brachte den Gegner zum Verzweifeln. Trotz der eher defensiven Ausrichtung war von Trainer Gino Christen ein stark forciertes Flügelspiel gefordert worden, was auf dem Platz auch geliefert wurde. Felicitas Huwyler und Ramona Burch sorgten mit ihrem Tempo über aussen für viel Gefahr im gegnerischen Strafraum. Beide verbuchten im Verlauf der ersten Hälfte je eine gute Tormöglichkeit. Nach viel Laufarbeit wurden beide Flügelspielerinnen ausgewechselt und durch Linda Amstutz und Sandra Furrer ersetzt. Es ging im gleichen Stil weiter. Linda Amstutz versetzte mit viel Einsatz gleich drei Gegenspielerinnen und spielte die herannahende Sandra Furrer an. Aus gut 10 Meter landete der Abschluss aber über dem Tor. Kriens war nah dran an der Führung. Die beste Gäste-Chance der ersten Hälfte wurde durch einen kapitalen Eigenfehler des SCK ermöglicht. Durch ein Fehlzuspiel stand eine Rooterin alleine vor Karin Büchler, welche aber mirakulös parierte. Das war es aber dann auch schon mit den Torchancen für die Gäste, denen es an Kreativität im Spiel nach vorne mangelte. Egal ob Zweikampfstärke, Laufbereitschaft oder Einsatzwille, Kriens war besser. Von einem Ligaunterschied war weit und breit keine Spur. Der SCK musste bereits früh in der ersten Hälfte einen Rückschlag in Kauf nehmen, als die zweifache Saisontorschützin Karin Amstutz verletzt vom Platz musste. Lirjana Mirakaj und später Ines Marjanovic fügten sich aber nahtlos in die schwierige Position als einzige Sturmspitze ein. Die Nachspielzeit der ersten Hälfte lief bereits, als der SCK ca. 30 Meter vor dem Tor einen Freistoss zugesprochen bekam. Céline Wieser flankte mit viel Gefühl über die Abwehr der Gäste in die Füsse von Sandra Furrer. Ball kurz angenommen und drin war das Ding. Die verdiente Führung für den Underdog! Halbzeit im Kleinfeld.

Die Sensation war zum Greifen nah. Man erwartete eine Leistungssteigerung des Gegners in der zweiten Halbzeit, doch viel kam nicht. Eine einzige gefährliche Aktion hatten die Gäste in der ganzen zweiten Hälfte. Die Krienser Torfrau Karin Büchler hatte einen sehr geruhsamen Abend. Die Girls in Green konzentrierten sich vorwiegend auf eine kompakte Defensive und zeigten nicht mehr ganz so viele Aktionen in der Offensive. Die Doppel-Sechs mit Kapitän Fluder und Flüeler erzielten die gewünschte Wirkung, machten die Räume zu und gewannen wie gewohnt die Mehrzahl der Zweikämpfe. Die beste Chance im zweiten Durchgang verbuchte Céline Wieser. Ein aufgenommener Rückpass von Root wurde durch Lirjana Mirakaj schnell ausgeführt und auf Céline gespielt. Das Tor stand leer, doch im letzten Moment war eine Abwehrspielerin zur Stelle. Kriens spielte ohne in Gefahr zu geraten zu Ende und steht völlig verdient im Achtelfinale.

Diese Partie geht sicherlich als eine der besten in die Geschichte ein. Die aufopferungsvolle Mannschaftsleistung machte Freude an der Seitelinie. Den Schwung gilt es nun in die Meisterschaft mitzunehmen. Nächste Woche wartet ein Auswärtsspiel gegen den FC Sempach. Die nächste Cup-Runde ist provisorisch auf Dienstag, 16. Oktober 2018 angesetzt, die Auslosung dazu findet im Verlauf der nächsten Woche statt.

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