Frauen: Kantersieg in Willisau

Die SCK Frauen liessen auch beim zweiten Meisterschaftsspiel nichts anbrennen und siegen souverän.

SG Nebikon-Willisau – SC Kriens 0:9 (0:5)

Schlossfeld

Tore: 6‘ Zuber, 11‘/65‘ Wigger, 16‘/54 Laky, 24’/38’ Fluder, 58‘ Flüeler, 64‘ Rüttimann

SC Kriens: Furrer, Cardoso, Limacher, Zuber, Paganucci, Amstutz L., Fluder, Flüeler, Rüttimann, Wigger, Laky

Ersatz: Hess, Hunkeler, Mirakaj, Villiger

Bemerkungen: SC Kriens ohne Amstutz K., Blättler, Büchler, Burch, Cuic, Hoch, Wieser

Mit der SG Nebikon-Willisau stand Kriens einem neuen Gegner gegenüber. Bei Spielgemeinschaften mit zwei zusätzlichen 2. Liga Teams weiss man nie, was kommt. Man wollte an den starken Auftritt der Vorwoche anknüpfen und drei weitere Punkte nach Hause nehmen. Aufgrund von Verletzungen und Abwesenheiten musste Trainer Gino Christen gleich auf mehreren Positionen Umstellungen vornehmen. Die Innenverteidigung mit Zuber/Limacher spielte erstmals zusammen, Cardoso heute als Aussenverteidigerin und Linda Amstutz wieder zurück nach einer Verletzung von Beginn an auf dem Feld.

Nach den ersten Spielminuten verflog die Anspannung merklich. Der Gegner, ein noch sehr junges Team, welches aus vielen ehemaligen FF19-Juniorinnen bestand, war dem hohen Krienser Tempo nicht gewachsen. Nach einem Rüttimann Eckball stocherte Nora Zuber den Ball ins Tor. Erst 6 Minuten waren gespielt. Nach 11 Minuten zog Melanie Wigger alleine auf die Schlussfrau zu und erhöhte in bester Wigger-Manier eiskalt auf 2-0. Wieder 5 Minuten später zog Belinda Rüttimann ab. Der scharfe Schuss wurde von der Torfrau nach vorne abgewehrt, Lea Laky erbte. 3-0. Noch vor der Pause war Capitano Fluder wieder mal an der Reihe. Zwei knallharte Distanzschüsse von der Strafraumgrenze fanden den Weg ins Tor. Mit einem 5-0 ging es in die Pause.

Zurücklehnen in der zweiten Hälfte? Gibt es nicht. Die Vorgaben des Trainers waren unmissverständlich. Das Spiel startet wieder bei 0-0. Die Taktik wurde ein wenig angepasst und auf stärkeres Pressing fokussiert. Der Gegner wurde noch mehr eingeschnürt und konnte sich meistens nur mit weiten Bällen befreien. Die neu formierte Abwehrreihe machte einen souveränen Job, so als hätten sie schon hunderte Spiele zusammen absolviert.

Für die Tore in der zweiten Hälfte, ein Hoch auf das Erinnerungsvermögen des Assistenten, nutzen wir die gute alte Aufzählungsmethode:

  • 54. Minute – Lea Laky haut das Leder, halb gelupft und halb durchgezogen, ins weit entfernte Lattenkreuz. 6-0
  • 58. Minute – Der Gastgeber kann den Ball im Strafraum nicht klären. Nach einem Gewusel vom Feinsten kommt Katja Flüeler an den Ball und zieht ab. Der Flachschuss war zwar voll auf die Torfrau gezogen, aber mit so viel Schmackes, das der Ball doch ins Eckige kullerte. 7-0
  • 64. Minute – Die Vorbereitung ist die halbe Miete – das kann man bei diesem Tor definitiv so sagen. Lea Laky spielte von der linken Seite ein hohes Zuspiel auf rechts, wunderbar in die Tiefe, genau auf den Fuss auf Belinda Rüttimann. Angenommen, vorgelegt und im weiten Eck versenkt. Prädikat Weltklasse! 8-0
  • 65. Minute – Der Schlusspunkt (siehe Video unten). Wieder wurde Belinda herrlich lanciert. Zur Linie durchgelaufen und uneigennützig auf die mitlaufende Melanie aufgelegt. 9-0

Auch beim zweiten Pflichtspiel-Auftritt zeigt Kriens seine Bissigkeit. Kompromisslos in den Zweikämpfen, solidarisch und mit einer beispiellosen Laufarbeit über 90 Minuten. Die SCK Frauen befinden sich in einer beneidenswerten Frühform. Diesen Lauf unbedingt beibehalten, nächsten Sonntag kommt der FC Ascona aufs Kleinfeld. Erstes Heimspiel Ladies & Gentlemen! Wir freuen uns auf euren Support im heimischen Gefilde. Kickoff um 14.00 Uhr.

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