Frauen: Erste Saisonniederlage im Spitzenkampf

Ein Duell auf Augenhöhe mit Spannung bis in die letzte Minute war es. Kriens und Kickers lieferten sich einen Schlagabtausch, mit dem besseren Ende für die Luzernerinnen.

SC Kriens – FC Kickers Luzern 1:2 (1:1)
Kleinfeld

Tore: 18’ Burch

SC Kriens: Furrer, Paganucci, Deschwanden, Bachmann, Zuber, Mirakaj, Fluder, Flüeler, Rüttimann, Burch, Amstutz K.

Ersatz: Amstutz L., Laky, Villiger, Wieser

Bemerkungen: SC Kriens ohne Balsiger, Blättler, Büchler, Christen, Hess, Hunkeler, Marjanovic

Ein Spiel für Fussball-Ästheten war es nicht. Viele Zweikämpfe und wenig Torchancen auf beiden Seiten. Die Krienserinnen starteten hervorragend in die Partie. In der Startviertelstunde konnten einige schöne Angriffe vorgetragen werden, noch ohne wirklich Torgefahr zu versprühen. Ramona Burch sorgte in der 18. Spielminute für die viel umjubelte SCK-Führung. Nach einem Freistoss landete der Ball in ihren Füssen, eine kurze Drehung und ein platzierter Abschluss in die Ecke. Ein Traumstart für Grün-Weiss. Auch nach der Führung war von den Gästen noch nicht viel zu sehen. Ein Schuss in die Hände von Sandra Furrer war das höchste der Gefühle. Das Spiel nahm seinen gewohnten Lauf, wenn die beiden Teams aufeinandertreffen: Kriens mit vielen hartgeführten Zweikämpfen und Fouls, Kickers haderte mit sich selbst, dem Gegner, dem Schiedsrichter und sogar der Stadionbeleuchtung. 10 Minuten vor der Halbzeitpause war das Glück dann auf Seite der Gäste. Mit einem Glückstreffer sondergleichen trafen diese zum Ausgleich. Eine missglückte Flanke, wunderbar über den Rist gerutscht, segelte perfekt ins entfernte Lattenkreuz. Via Pfosten drin. Gibt’s doch gar nicht. Mit einem 1-1 ging es in die Pause.

Kriens gelang der Start in den zweiten Durchgang überhaupt nicht. Die Luzernerinnen drückten auf den Führungstreffer. Viele gute Torchancen schauten am Ende zwar nicht raus, ein einziger Konter überrumpelte aber die Krienserinnen. 1-2 für die Gäste. Das Spiel drehte aber erneut. Kriens zog in den letzten 10 Minuten ein regelrechtes Powerplay auf und war sehr, sehr nah dran am Ausgleich. Lea Laky scheiterte alleine vor dem Tor, Fabienne Fluders Weitschuss wurde über die Latte gelenkt und Nora Zubers Befreiungsschlag übersprang die Torfrau, welche beim Zurücklaufen noch kurz vor der Linie klären konnte. Mein Gott, dieser Ausgleich wäre mehr als verdient gewesen. Der Spitzenkampf geht somit knapp an die Gäste.

Noch eine Partie bleibt bis zur Winterpause. Am kommenden Samstagabend geht es zum Ränggloch-Derby nach Littau. Ein Sieg vor der Winterpause wird benötigt, um den zweiten Tabellenrang zu festigen.

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