FE-13: Sieg nach Berg- und Talfahrt

Es war ein verrücktes und intensives Spiel auf schwierigem Terrain gegen Zug 94-Team Zugerland. Nach starken ersten 30 Minuten bauten wir im zweiten Drittel ab, zeigten aber im Schlussabschnitt Mentalität und gewannen das Innerschweizer Derby ein wenig glücklich mit 7:6 Toren. Viel können wir aus diesem Spiel lernen. Sobald wir die Vorgaben der Trainer nicht zu 100% umsetzen, sei es weil wir gedanklich zu wenig schnell sind, die Laufwege nicht konsequent machen oder zu wenig robust in den Zweikampf gehen, wird es sehr schwierig auf diesem Niveau zu bestehen.

Kleinfeld, Kriens –  Samstag, 7. September 2019

SC Kriens – Zug 94-Team Zugerland  7:6 (2:1, 1:4, 4:1)

Tore: 3. Gian 1:0, 21. Pascal 2:0, 28. Zug 2:1, 36. Zug 2:2, 39. Sven 3:2, 40., 49., 56. Zug 3:5, 67. Mio 4:5, 77. Fabio 5:5, 79. Fabio 6:5, 85. Zug 6:6, 86. Fabio 7:6

SC Kriens: Jilian, David, Remo (C), Loris, Gian, Djemal, Mio, Pascal, Fabio, Sven, Matteo, Joel, Joël

Nicht im Kader: Tim, Patili, Gianni (alle Aufgebot Db), Damjan (verletzt), Sean, Livio (abwesend)

Die ersten 30 Minuten machten Freude und stimmten uns zuversichtlich. Wie schon gegen den FC Lugano vor einer Woche gewährten wir den Zugern kaum Raum, so dass sie keine Gelegenheit erhielten, spielerische Akzente zu setzen. Die frühe Führung durch Gian kam uns dabei entgegen. Einzig vorwerfen müssen wir uns, dass wir im ersten Drittel nur noch einen Treffer – nach toller Flanke von Gian und Kopfball von Pascal – erzielen konnten. Zudem hatte Remo bei seinem Torabschluss aus weiter Distanz Pech, dass er nur die Latte traf. Ärgerlich war, dass Zug 94-Team Zugerland praktisch mit dem einzigen Schuss auf unser Tor kurz vor Drittelsende auf 2:1 verkürzen konnte.

Wer nun gedacht hatte, dass es so weiter gehen würde, wurde eines Besseren belehrt. Im Mittelabschnitt waren es auf einmal die Gäste, welche das Spiel bestimmten. Die starke physische Präsenz von uns war nun wie weggeblasen, wir liefen dem Gegner mehrheitlich hinterher und verloren einen Zweikampf nach dem anderen. Nachdem wir das 2:2 der Zuger noch mit einem herrlichen Freistoss von Sven korrigieren konnten, ging danach nicht mehr viel und so war es nur logisch, dass die Zuger noch drei Mal trafen und das Skore auf 3:5 stellten. Vor allem Gianluca, die Nr. 4 des Gegners, profitierte gleich viermal von den entstandenen Freiräumen. Wir mussten sogar froh sein, dass wir nach 60 Minuten nur mit zwei Treffer in Rückstand lagen.

Dann kam das dritte Drittel und wir waren nicht mehr wieder zu erkennen. Jetzt zeigten wir wieder das Feuer, was die Trainer von uns sehen wollen. Kein Ball gaben wir verloren und wir waren überzeugt, dass wir dieses Spiel noch kehren können. Der Anschlusstreffer von Mio nach 67 Minuten gab uns zusätzlich Schub. Danach ging es Schlag auf Schlag. Viel Glück hatten wir in der 68. Minute als der Ball gleich zwei Mal bei der gleichen (!) Aktion an unsere Torumrandung prallte. Kurz darauf wurde ein Zuger nach einem rüden Foul an Pascal verwarnt und die 10-minütige Überzahl konnten wir dank einer Doublette von Fabio innert kürzester Zeit zur 6:5 Führung ausnutzen. Nicht verschweigen wollen wir, dass beide Teams noch je einmal das Aluminium trafen. Nach einem Freistoss gelang den Zugern 5 Minuten vor Schluss der Ausgleich zum 6:6, doch praktisch im Gegenzug erzielten wir den vielumjubelten Siegestreffer. Es war die Krönung und das Highlight dieser turbulenten Partie. Mit einem starken raumöffnenden Zuspiel lancierte David Pascal, dessen perfekte Flanke aus vollem Lauf von Fabio wuchtig mit dem Kopf eingenetzt wurde. Prädikat: Äusserst sehenswert!

Jetzt ruht der Meisterschaftsbetrieb für drei Wochen. Am nächsten Wochenende ist Entspannung angesagt, bevor wir unseren Formstand bei einem Triangolo im Stadion Kleinfeld testen werden. Dann reisen wir zum Herbstferienbeginn – am 28. September – ins Tessin und messen uns mit unseren Kollegen vom Team Ticino Locarnese. Auch da wollen wir wieder alles geben. Hopp SC Chriens FE-13!

Bericht: René

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