Ein (kurzer) Einbruch, kein Beinbruch

Irgendwann würde er kommen. Der Einbruch. Die erste Halbzeit im Winterthurer-Exil auf dem Sportplatz Utogrund kam dann diesem Einbruch ziemlich nahe. Bloss 14 gesunde Kaderspieler standen uns heute zur Verfügung, die Strapazen der letzten Wochen sind spürbar, mental und physisch und dazu startete Winti ungemein effizient in die Partie, Calla mit der Führung nach zwei Minuten. Das hilft dann in einer solchen Situation auch nicht wirklich.

Nach vorne lief bei uns wenig. Keine wirkliche Torchance vor dem Seitenwechsel, zaghafte Versuche waren es meistens nur. Wir liefen viel, hauptsächlich dem Ball hinterher. Kämpferisch einwandfrei, aber jedesmal gelingt der Turnaround nach einem Rückstand nicht. Unserem Aufbauspiel fehlte es an Genauigkeit und Zielstrebigkeit – das ist leicht geschrieben. Es fehlte wahrscheinlich vor allem die Kraft und die Frische. Verständlich.

0:4 zur Pause. Das Ding war eigentlich in der Pause durch und trotzdem waren dann die zweiten 45 Minuten wesentlich lebendiger. Zurückgesteckt wurde nicht, trotz des klaren Rückstandes. Der Wille war da und erkennbar, heute aber reichte das alleine nicht. Das Spiel hatte nach dem Seitenwechsel zwar mehr Abwechslung zu bieten, wir tauchten zwei, dreimal gefährlich vor Spiegel auf, inklusive eines Lattenkopfballs von Marco Wiget – alleine es fehlte öfters der entscheidende, letzte Moment zum erfolgreichen Abschluss.

Jetzt kommt Vaduz ins Kleinfeld zum Abschluss dieser Corona-Rückrunde. Wir freuen uns darauf. Denn was unsere Mannschaft momentan leistet, und jede und jeder aus dem Trainerteam, ist ganz grosse Klasse. Kein murren trotz der Widrigkeiten mit mittlerweile wieder sieben verletzten Spielern, keine Misstöne, kein Drama, sondern Einsatz und Solidarität. Das verdient Respekt und einen möglichst glanzvollen Saisonabschluss am kommenden Sonntag um 16.00 Uhr in unserem Kleinfeld.

FC Winterthur vs. SC Kriens 4:0 (4:0)
Stadion Utogrund 300 Zuschauer

Tore: 2′ Calla 1:0, 27′ Isik 2:0, 38′ Enes (Eigentor) 3:0, 45′ Alves 4:0

SC Kriens: Brügger (46′ Zizzi), Berisha, Alessandrini, Urtic, Yesilcayir, Wiget, Bürgisser, Follonier (53′ Teixeira), Tadic (62′ Hoxha), Abubakar, Ulrich

Bemerkungen: SC Kriens ohne Fanger, Dzonlagic, Busset, Sadrijaj, Kukeli, Mijatovic, Costa (alle verletzt)

Höhepunkte und Statistik

 

 

 

 

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