Auf uns – lasst uns feiern

Von Oliver Kraaz Wir haben einen langen Weg hinter uns. Wir alle: die Mannschaft, die Fans, alle ehrenamtlichen Kräfte im Verein. Alle, die wir vor vier Jahren in der Stunde null nicht losgelassen haben. Wir alle, bei denen das grünweisse Herz immer geschlagen hat. Auch in dunkeln Zeiten. Danke Euch allen.

Lasst uns morgen Samstag im Gersag den Meistertitel feiern. Der Pokal gehört uns allen. Bringt Eure Freunde mit, Familie, Schwiegermutter, Hund, Katze, Meerschweinchen, Aquarium, euren Psychiater – alle sollen mitfeiern. Das Gersag soll grünweiss sein. Heimlich träumen wir von einem Zuschauer-Rekord in der Promotion League. 2’000, 2’500 – ach was, sagen wir: 50’000 Zuschauer im Gersag, das wäre eine starke Duftmarke zum Abschied.

Apropos Abschied: Auch für meine Wenigkeit ist das hier ein Abschied. Nach über 100 Blogs ist dies hier nun der Abschiedsblog. Nein, ich bleibe natürlich treu. Aber: Ich habe mit Saufreude diesen Promotion-League-Blog geschrieben. Oft musste ich selber in den Kaffee lachen beim Schreiben. War einfach eine coole Sache, wie wir zum Kultverein geworden sind.

Jetzt möchte ich aber etwas Neues mittragen. Und dafür brauche ich Eure Hilfe.

Also: Der SC Kriens wird nie einen Millionär haben, der alles selber bezahlt (und dafür auch selber alles kaputt macht). Der SC Kriens gehört uns. Damit dies so bleibt, wollen wir unsere Gönnermitglieder-Vereinigung «12. Mann» stark aufbauen. Nur 99 Franken kostet es für ein Jahr. Ja, das ist bei andern Klubs nichts. Wenn wir aber 1’000 Mitglieder haben, sind dies jährlich 99’000 Franken. Das ist für uns eine schöne Stange Geld.

Dem Papst und Helene Fischer haben wir bereits geschrieben. Das reicht aber nicht. Am Samstag verteilen wir Flyers. Packt Euch einen, füllt ihn aus und stärkt uns so den Rücken.

Wir sehen uns an der Party – noch einmal: Come on Kriens

Nachgetreten

Die Grossen unseres Sports verlassen die Bühne. Buffon holt sich seine letzten Rentenzahlungen in Paris ab, so sagt man. Iniesta muss dafür nach Japan fliegen. Und Kraaz, der zieht mit einem letzten «Come on Kriens» dem Aufstiegsfest im Kleinfeld entgegen, nicht der Pensionskasse wegen, sondern weil man dort seine Sprache spricht – weder Französisch noch Japanisch. Seine Sprache, die uns seit drei Jahren vor jedem grünweissen Wochenende zum Lachen brachte, die uns einte, die nie unbeachtet blieb und oft genug zum Nachdenken anregte. Diese Sprache, die dem SCK und seinen Werten Gehör verschaffte. Die dem Verein ein Profil gab. Wir werden sie an dieser Stelle vermissen. Herzlichen Dank lieber Oli für ein starkes Stück Vereinsgeschichte. Wir sehen uns im Kleinfeld.  

Dein SC Kriens