Viel Kampf und keine Punkte

Auch im zweiten Rückrundenspiel gehen die SCK Frauen als Verlierer vom Platz. Eine bittere Niederlage gegen ein starkes Gunzwil.

FC Gunzwil – SC Kriens 3:2 (2:0)

Linden

Tore: 65′ Christen, 93′ Amstutz K.

SC Kriens: Marjanovic, Furrer, Fluder, Deschwanden, Burch, Paganucci, Limacher, Durrer, Wieser, Christen, Amstutz K.

Ersatz: Schnüriger, Villiger, Huber, Gorqaj

Bemerkungen: SC Kriens ohne Keiser, Hofstetter, Balazi, Cardoso, Barbosa, Bachmann, Amstutz L.

Bereits beim Einlaufen war klar, auf dem tiefen Rasen in Gunzwil wird es kein Zuckerschlecken. Im letzten Spiel gegen den FC Sempach wurde eine schwache Leistung gezeigt. Die SCK Damen wollten im zweiten Spiel eine Reaktion zeigen. Doch bereits nach wenigen Spielminuten hätten wohl die meisten Krienser Zuschauer am liebsten ihr Bier ausgetrunken und sich auf dem Heimweg gemacht. Aus zwei Standardsituationen erzielte das Heimteam zwei Tore. Zuerst ein Eckball, welcher nicht geklärt wurde und im Anschluss eine Freistosshereingabe aus 20 Metern, bei welcher keine Krienserin mitgelaufen war. Man stand einmal mehr mit dem Rücken zur Wand und dies nach gerade mal 15 Spielminuten. Aber wenn uns das Europa League Spiel Liverpool – Dortmund eins gelehrt hat, dann dass auch ein 2-Tore-Rückstand aufgeholt werden kann. Die Gäste aus Kriens fanden danach besser ins Spiel und konnten einige tolle Möglichkeiten herausspielen. Die Effizienz im Abschluss scheint aber abhandengekommen zu sein.

Der FC Gunzwil blieb mit guten Kombinationen und Pässen in die Tiefe stets gefährlich. Beide Teams kamen aber zu keinen weiteren Toren. Eine spielentscheidende Szene fand im Torraum des FC Gunzwil statt. Kurz vor der Halbzeitpause zog Karin Amstutz alleine auf das Tor und wurde von der Torfrau unsanft gestoppt. Der Ball wurde bereits an der Torhüterin vorbei gespielt, als diese klar erkennbar der Krienserin in die Beine sprang. Klare Sache könnte man meinen. Nur der Unparteiische sah dies scheinbar nicht so. Der SCK wurde um einen klaren Elfmeter und einer roten Karte für die Notbremse gebracht. Es sollte nicht die einzige fragwürdige Regelauslegung bleiben. Einmal mehr muss man sich fragen, wieso jeder Zweikampf und jeder kleinste Körperkontakt im Frauenfussball als Foul gewertet wird. Frustrierend für die Mannschaft und das Trainerduo.

Wie bereits vor zwei Wochen war die zweite Hälfte fest in Krienser Händen. In der 65. Minute traf Marina Christen zum 2-1. Nach zwei gescheiterten Abschlüssen konnte die Nummer 10 von der Strafraumgrenze aus einschieben. Nur wenig später gelang dem Heimteam die Vorentscheidung. Ein strammer Schuss ins Lattenkreuz besiegelte die zweite Niederlage in Folge. Der Anschlusstreffer in der Schlussminute durch Karin Amstutz kam zu spät.

Im Vergleich zum letzten Spiel zeigten die Krienserinnen eine ansprechende zweite Hälfte und kämpften um jeden Ball. Kein einfaches Spiel auf dem ermüdenden Terrain. Am Samstag kommt der souveräne Leader aus Sursee aufs Kleinfeld. Die SCK Frauen haben noch eine Rechnung offen und möchten gerade gegen den Leader wieder auf die Siegerstrasse zurückfinden.