SCK Frauen sichern sich 3 Punkte im Tessin

Nach dem enttäuschenden Auftritt im Spitzenspiel in der vergangenen Woche hatten die Krienserinnen einiges wiedergutzumachen. Mit einem hervorragenden Auftritt in Arzo, nahe der italienischen Grenze, zeigten die Girls in Green eine herausragende Fussballpartie.

ASM Arzo Femm. – SC Kriens 2:3 (2:2)

Centro Sportivo della Montagna

Tore: 21′ Limacher, 29′ Burch, 93′ Eigentor Arzo

SC Kriens: Hofstetter, Villiger, Deschwanden, Fluder, Paganucci, Balsiger, Wieser, Flüeler, Qetaj, Burch, Limacher

Ersatz: Marjanovic, Bachmann, Furrer, Laky

Bemerkungen: SC Kriens ohne Christen, Cardoso, Amstutz K., Amstutz L., Gorqaj, Keiser, Balazi

Eine solche Anreise gehört im Breitensport ja eher der Seltenheit an. Kurz vor der Grenze zu Italien liegt das kleine Bergdorf Arzo. Ein idyllischer Fussballplatz mitten im Wald neben einem rauschenden Bergbach. Die Krienserinnen wollten diese lange Anreise so komfortabel wie möglich gestalten und reisten deshalb mit einem Car an. Neben der Mannschaft pilgerten auch über 20 Fans und Familienmitglieder mit, welche die Mannschaft 90 Minuten anpeitschten. Nach einer vierstündigen Reise mit Pasta auf der Autobahnraststätte und Stau am Gotthard, traf das immer noch stark dezimierte Krienser Team gut gelaunt im Centro Sportivo della Montana ein.

Das Spiel begann wieder einmal nicht nach dem Gusto des SCK. Es dauerte keine 30 Sekunden und es stand 1-0. Der harte Untergrund führte zu einem Fehlzuspiel und schon stand die schnelle Arzo Stürmerin alleine vor dem Tor. Es kam noch schlimmer für die Gäste. Erneut war es die Nummer 21 des Heimteams, welche zu viel Platz hatte und den Ball sehenswert ins Lattenkreuz versenkte. 2-0 für Arzo nach gerade einmal zwölf Minuten. Ein Fehlstart wie er im Buche steht. Vergessen und nach vorne schauen war die Devise. Kriens kam nämlich immer besser in Fahrt und dominierte nach 20 Spielminuten die Partie nach Belieben. Die Defensive hat sich stabilisiert und nach vorne wurden endlich wieder herrliche Kombinationen gespielt. Das Laufwunder Ramona Burch wurde in der 21. Minute über die Seite lanciert und entwischte Freund und Feind mit ihrer Schnelligkeit. Rahel Limacher lief im Zentrum in Position und verwertet die perfekte flache Hereingabe zum Anschluss.

Nur acht Minuten später reihte sich Ramona gleich selber zu den Torschützen ein. Aus ähnlicher Position wie beim 2-1 kam diesmal keine Hereingabe, sondern ein Schuss. Die Torfrau des Heimteams stand zu weit vorne und wurde kalt erwischt. Der SCK machte die Starthypothek innert acht Minuten weg und war danach auch entsprechend motiviert. Arzo schien platt und Kriens powerte weiter, Tore fielen aber bis zur Pause keine mehr.

Die zweite Hälfte war geprägt von vielen Zweikämpfen und Torchancen auf beiden Seiten, wobei die SCK Damen ein klares Chancenplus verbuchten. Gleich mehrmals scheiterten die Gäste aus der Zentralschweiz alleine vor dem Tor. Arzo konterte im eigenen Stadion und schien den Tritt nicht mehr recht zu finden. Die Zeit lief den Krienserinnen allmählich davon. Trotz eines sehr hohen Laufpensums schienen die Girls aus Kriens aber kaum nachzulassen und glaubten an den Sieg. Zur Erinnerung: Im ersten Rückrundenspiel gegen Littau erzielte Kriens in der 93. Minute den Siegtreffer zum 2-3.

Es lief wieder diese ominöse 93. Minute. Der Unparteiische schaute bereits auf die Uhr, da kam noch ein letzter Pass in die Tiefe. Der Ball schien zu stark gespielt, doch die eingewechselte Lea Laky sprintete zum Ball und setzte die Arzo Verteidigerin, welche den Ball aus ungeklärten Gründen nicht entschärfte, unter Druck. Die Zuschauer sahen wie der Ball an der Arzo Torhüterin vorbei kullerte und im Netz zappelte. Anscheinend ein Eigentor, welches zur Hälfte Lea Laky zugeschrieben werden darf. Es gab definitiv kein Halten mehr auf der Krienser Bank und den Zuschauerrängen. Wieder erzielte der SC Kriens in der Nachspielzeit das entscheidende Tor. Kurz nach Wiederanpfiff war die Partie zu Ende. Was für ein verrücktes Spiel, was für ein Sieg! Ganz nach einem Song der Toten Hosen: „ An Tagen wie diesen wünscht man sich Unendlichkeit“.

Nach der niederschmetternden Partie gegen den FC Gunzwil tut dieser Sieg der Krienser Seele gut. Mit diesen drei Punkten bleiben die SCK Frauen am Tabellenführer Gunzwil dran und hoffen jetzt natürlich auf einen Patzer des Leaders. Vielen herzlichen Dank an alle mitgereisten Zuschauer, welche ebenfalls einen grossen Anteil an diesem Sieg haben. Ein unvergesslicher Ausflug ins Tessin.

 

Fotos von Marco Furrer. Vielen Dank für die Schnappschüsse. Weitere Bilder sind auf unserer Facebook Seite: https://www.facebook.com/sckriensfrauen/photos/?tab=album&album_id=1327318884026799

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