SC Kriens – YF Juventus

Von Oliver Kraaz Wer hätte das gedacht: Jetzt bekommt die einzig relevante Fussball-Liga der Welt, die Promotion League, eine ernsthafte Konkurrenz: Die UEFA-Nations League. Ja, genau. Diese neue Liga auf die wir so lange gewartet haben. Die findet irgendwie zwischen WM und EM statt und die Schweiz ist in der höchsten Spielklasse. Der Modus ist etwas kompliziert. Irgendwie spielen alle gegeneinander und wer am Schluss am meisten Leibchen gesammelt hat, hat gewonnen. Irgendwie so habe ichs verstanden.

Etwas abenteuerlich, zugegeben. Aber eine gute Sache. Der Gianni Infantino, ein sehr korrekter und anständiger Mensch, so etwas wie der Pfarrer Sieber oder Nelson Mandela des Fussballs, hatte diese Idee. Als er noch Chef der UEFA war. Damals hat er gesagt: Es ist nicht nett, wenn einige Länder niemanden für Freundschaftsspiele finden. Damit hat er nicht Österreich gemeint, sondern San Marino, Malta, Andorra und Co. Hätte Nelson Mandela auch gesagt, denke ich. Doch, doch. Also hat Infantino gleich ein Turnier erfunden, bei dem die Freundschaftsspiele Punkte geben. Das ist etwa so logisch wie ganz viel Alkohol zu trinken, damit man nicht merkt, dass man nüchtern ist.

Ich bin sehr, sehr froh, dass der Fussball dank Menschen wie Herrn Infantino nicht kaputt geht. Dass an alle gedacht wird, dass alle gegen alle spielen dürfen und dass es dafür sogar noch ein rostiges Salatsieb aus dem Brockenhaus als Pokal gibt.

Wäre am Samstag nicht noch ein ebenso wichtiges Spiel in der Promotion League zwischen Kriens und YF Juventus (Samstag 18 Uhr Gersag), ich würde wohl jetzt schon durchdrehen vor Vorfreude auf das erste Spiel der UEFA-Nations League. Mit unserer Schweizer Nati, die ja gerade gegen Andorra und Co. wirklich Weltklasse ist.

In dem Sinne: Come on Kriens.

Übrigens: Das Eröffnungsspiel der Nations League könnte man doch im neuen Kleinfeld austragen. Ich wette, es wäre sogar fast ausverkauft.