SC Kriens – Stade Nyonnais

Vor dem Saisonende ist vor der Zeit der grossen Hoffnung

Der Torschluss naht. Noch zwei Spiele, noch ein Heimspiel. Für den SC Kriens eine konfortable Lage: Es geht darum, eine grandiose Saison als Neuling in der Promotion League unter den Top Drei Plätzen abzuschliessen. Wer hätte das gedacht?

Andere Klubs haben es da weniger trallala. In Zürich hat man plötzlich realisiert, dass man auch in einem Leichtathletik-Stadion aus der obersten Fussball-Liga absteigen kann. In Stuttgart staunt man seit einer Woche, dass es passiert ist. In Paderborn ist man immer noch baff, dass man in einem Jahr gegen Bayern und dann plötzlich gegen Grossaspach spielen muss.

Die einen hoffen noch. Bald kommt aber die grosse Zeit, in der alle Hoffnungen haben: Die Zeit der Saisonvorbereitung. Der Transfers. Neue Spieler, neue Trainer, neue Namen. Neuneuneuneu! Alles könnte besser werden. Viiiiiel besser! Und man wird hören: So hart haben wir noch nie trainiert, da liegt was drin.

… und trotzdem werden wir uns spätestens im Herbst fragen: Wird Basel mit 20, 30 oder 40 Punkten Vorsprung Schweizer Meister? Wird der FCL bis zur Fasnacht nur den Platzwart, auch den Trainer oder gleich alle entlassen haben? Wie viele Klubs in der Challenge League werden noch Geld für das Weihnachtsessen haben? Wann lacht Vladimir Petkovic? Vor, während oder nach der Entlassung nach der EM?

Es bleibt spannend. Sicher ist: Fussball bleibt die schönste Fussnote des Lebens. Grund genug am Samstag, 16 Uhr noch einmal unsere Mannschaft anzufeuern. Und dann auf die gelungene Saison anzustossen.

Hopp Chriens!