SC Kriens – SC Cham

«Wir gründen eine Krienser Nati – wer macht mit?»

Von Oliver Kraaz Bei den Qualifikationsspielen wird oft genörgelt, der Gegner sei ja nur der 127. oder 399. der FIFA-Weltrangliste. Das klingt immer, als ob man über Grippe oder Hämorrhoiden reden würde. Dabei sind gerade die kleinen Länder so ziemlich das einzige, was bei den Qualis noch spannend ist. Vor allem seit rund 80 Prozent aller teilnehmenden Teams an die Endrunde dürfen.

Bei den Teams aus Andorra, San Marino, Lettland, Cham – sorry, Fehler!  also bei den Natis aus den kleinen Ländern, kann man noch träumen: Wäre man da auch in der Nati, wenn man spielen würde? Weil vielleicht andere den Bus verpasst haben oder daheim das Hasenkäfig putzen, Elternabend haben – oder einfach keine Zeit für das Länderspiel haben, weil sie am andern Tag früh rausmüssen? Ich finde, Kriens sollte auch eine Nationalmannschaft stellen.

Ja, einfach so. Bei der FIFA checkt eh keiner, dass Kriens kein Land ist. Eine Stadtgemeinde, das sollte doch reichen. Einfach mal so, zum Schauen, was passiert. Ich würde den Coach machen und der Herr Tobler Assistent. Wir zwei würden dann immer lachen an der Pressekonferenz und ab und zu was erzählen von «nächstem Schritt» oder «mehr gegen den Ball spielen». Wie echt.

Ich schlage vor, wir nutzen das Spiel morgen gegen Cham (Gersag 18 Uhr). Wer Lust hat, kann sich provisorisch mal bei Herrn Tobler melden, für das erste Nati- Camp auf dem Sonnenberg. Er sitzt jeweils gleich bei der Speaker-Bank. Ich geh unterdessen schon mal einen schönen WM-Pokal posten.

In dem Sinne: Come on, Kriens.

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