SC Kriens – FC Breitenrain

«Nicht alle kommen beim Flaschendrehen zum Küssen»

Von Oliver Kraaz Sieht fast so aus, als ob die Party ohne uns stattfinden wird. Dabei haben wir doch seit dem Winter Partyhütchen gefaltet und lustige Spielchen überlegt, die wir dann an der Aufstiegsfeier hätten austragen können. Und dann das Frühlingshorror-Märchen: Punkte, die uns wie Pollen im Frühling entflogen sind und sich fast unbemerkt am oberen Ende des Zürichsees irgendwo zwischen Kinderzoo und Eishockeystadion niederliessen.

Wäre. Könnte. Müsste eigentlich zum wahnsinnig werden sein. Aber Schalke war auch schon «Meister der Herzen», für ein paar Sekunden, bevor die Bayern in letzter Sekunde doch noch den Titel ins Trockene brachten. Dann lieber keine Sekunde aufgestiegen als so. Wobei: Heimlich schielt man ja trotzdem noch auf die Tabelle. Ein Sieg gegen Breitenrain (Samstag, 16:00 Uhr), ein gleichzeitiger Flop der Kicker aus der Zirkusstadt…

Lassen wir das besser. Nehmen wir lieber den (heimischen) Saisonabschluss mit Schwung mit und lassen wir es uns gut gehen. So oder so. Mit Freunden, Wurst und Bier. Übrigens: Es hat nicht viel gefehlt und wir würden am Wochenende in der 4. Liga spielen. Gegen den Weggiser SC oder Obergeissenstein. Man vergisst in diesen Gerangel leicht, dass wir vor wenigen Jahren nur wenige Räppler vor dem Konkurs standen.

Wann immer wir in der Challenge League spielen oder spielen werden: Es wird für unseren Klub eine Belastungsprobe geben. Die Challenge League ist nach wie vor wie ein Skilager mit 100 Grippe-kranken Kindern. Da muss man aufpassen. Also: Wer daheim noch eine Tischbombe und ein Party-Hütchen hat, kann die ja am Samstag trotzdem mit aufs Gersag nehmen.

Come on Kriens