SC Kriens – FC Breitenrain

Ab mit der Schwiegermutter ins Romantik-Hotel

Es gibt Psychiater und Psychologen, die raten bei Traumas dringend, genau das zu tun, was einem beim Gedanken daran schon tellergrosse Achselnässe-Flecken auf das Hemd zaubert.

Also: Wer beispielsweise Flugangst hat, bucht am besten gleiche eine 18-stündige Flugreise mit direktem Rückflug nach einer Brünzlipause am Stop Over Flughafen. Wer vor Spinnen Angst hat, soll im Zürich Zoo gleich füdliblutt ins Spinnennest sitzen. Und wer Mühe mit seiner Schwiegermutter hat, der soll idealerweise ein Wochenende mit ihr in ein Romantik-Hotel und…ja, eben. So etwa.

Warum ich darauf komme? Mich beunruhigt die Heimserie: Stade Nyonnais. Breitenrain. Die gleiche Abfolge, die wir im Frühling bereits hatten und die allesamt in die Hosen gingen. Es war nicht das Sommer-Märchen, sondern das Frühlings-Alpträumchen. Das Spiel gegen Stade Nyonnais habe ich aus Grippe-Gründen verpasst. Ging verloren. Jetzt kommt Breitenrain (Samstag, 18:00 Uhr, Gersag). Ich mag den Klub, der macht das gut, sind nette Leute. Aber eben, alles muss sich ja nicht wiederholen, oder?

…was würden Psychologen zu einer Mannschaft sagen, damit sie nicht in eine Nyonnais-Breitenrain-Psychose schliddert?

In den 90er-Jahren schickte man Mannschaften vor schwierigen Spielen zum Feuerkohlen-Laufen. Das ging manchmal gut (wohl weil die Spieler mit den alten Schuhen 10 cm gelbe Hornhaut an den Füssen hatten). Aber ob es was gebracht hat? Ex-Bayern Legende Jens Jeremies hatte wohl recht als er sagte: „Das ist alles Schnee von morgen.“

Von daher: Einfach mal locker gegen Breitenrain ans Werk gehen. Fussball spielen. Dann kommt es gut.

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