SC Kriens – FC Basel II

Von Oliver Kraaz Das wird grossartig. Am Freitag, 19. Mai, steigt die Vernissage im Museum im Bellpark zur Austellung über unser Stadion Kleinfeld. «Friedhof der Favoriten» heisst der sinnige Titel. Die Macher um Ralf Keller und Hilar Stadler haben für diese Ausstellung nicht nur einzigartige Fotos und Dokumente gesammelt, sondern auch mit Leuten aus dem Umfeld-Gespräche geführt, die dem SC Kriens nahe stehen oder gar Teil seiner Geschichte sind.

Für die zahlreichen Video-Einspieler wurde auch ich interviewt. Über meine persönliche Geschichte zum SCK, meine Erlebnisse und meine Träume. Wenn die Kamera läuft, plaudert man eben. Nachher hängen Fragen nach. Und eine Frage ging sinngemäss dahin, ob es auch Sachen gibt, die einen nachdenklich rund um den SCK stimmen.

Ja, gibt es.

Unsere 1. Mannschaft spielt an der Spitze. Es wird ein neues Stadion gebaut. Und plötzlich schaut der Profi-Fussball, der in der Schweiz nicht unbedingt mit Geld zu tun haben muss, um die Ecke. Die Wirkung dieser grösseren Aufmerksamkeit spüren wir bereits jetzt, wo der Aufstieg möglich ist. Die Medien sind stärker da. Andere Vereine beobachten Spieler wie Trainer. Die Anforderungen werden an alle grösser. Und nicht alle können damit gleich gut umgehen.

Verlieren wir die Unschuld? Bleiben wir der SC Kriens, wenn der nächste grosse Schritt gelingen sollte?

Wir müssen aufpassen. Höllisch aufpassen. Wir können weder ein Klub fürs Museum werden, noch können wir uns einfach aufgeben und stromlinienförmig werden, wie viele andere Klubs. Der Weg dazwischen, der «Krienser Weg», braucht die Ideen aller. Vorstandsmitglieder, Spieler, Trainer – und der Fans. Fans müssen sich einmischen und melden. Sagen, was Sache ist. In Kriens sind die Fans die Säule, nicht Zuschauer wie anderswo. Das ist toll. Aber auch eine Pflicht.

In dem Sinne: Auf zum 100-Punkte-Spiel gegen die Nachwuchs-Millionarios aus Basel (Samstag, 18:00 Uhr, Stadion Gersag). Es braucht alle von uns. Schon heute.