SC Kriens – FC La Chaux-de-Fonds

Ist der Grillmeister schuld?

Von Oliver Kraaz Das 0:0 gegen YF Juventus. Das 1:2 in Sion. Ja, liebe Freunde, so blickt man plötzlich wieder etwas strenger auf die Tabelle, nachdem der SC Kriens so unaufgeregt an der Tabellenspitze durch die Vorrunde schiffte, wie ein bekiffter Gondoliere in Venedig. An der Aufgeregtheit in einer Krise (was ist überhaupt eine Krise? Und wann?) zeigt sich, wie gesund ein Verein und sein Umfeld sind. Da habe ich bei uns allerdings keine Sorgen.

Woher kommt aber eigentlich diese irre Aufgeregtheit, wenn es einer Mannschaft mal nicht läuft? Man stellt ja einen Koch auch nicht gleich vor die Türe, wenn die Pommes Frites einmal nicht knacken oder das Cordon bleu nicht gleich wie auf einem professionellen Instragram-Food-Porn-Post aussieht.

Meist sucht ein neuer Trainer mal «das Gespräch mit den Spielern», dann wird wie wild «aufs Tor schiessen» geübt und wenn es toll kommt, noch ein Spaghetti-Essen mit dem Team. Dann folgt am Wochenende vielleicht ein 1:0 oder ein 0:0 («ganz wichtiger Punkt»), ein 4-2-3-1 statt ein 4-3-2-1, aber am Schluss ist es dann trotzdem 08:15. Man kann auch mit einem Spaghetti-Essen absteigen.

Spannend ist, dass bei Krisen jetzt auch schon Präsidenten zurücktreten müssen. Irgendwann sind es dann die Grillmeister oder die Betreuer der Matchuhr (keine Angst Gebrüder Pfyffer, ihr könnt bis an Lebensende bleiben. Auch wenn wir keine Matchuhr mehr haben).

Genug aber geredet über Krisen, die keine sind. Morgen ist Spieltag. 18:00 Uhr, Stadion Gersag gegen La Chaux-de-Fonds. Fussball im Herbst ist eh das Beste. Darum jetzt mal ganz offensiv: Spielen wir auf drei Punkte. Auf dem Platz und auf den Rängen.

Come on Kriens!