Geschichte

1920 gründeten einige Fussballfreunde den Fussball Club Kriens. Wegen Verkaufs des Spielfeldes zu Bauzwecken musste der FC Kriens rund sechs Jahre später 1926 allerdings wieder aufgelöst werden. 1931 folgte der nächste Versuch und einige Fussballbegeisterte Krienser gründeten den damaligen Rasensportclub Kriens. Nach dem Beginn des zweiten Weltkrieges im Jahre 1939 wurde aber auch dieser Verein wieder aufgelöst.

Am 14. Juni 1944 wurde schlussendlich der heutige Sport-Club Kriens ins Leben gerufen.

1944 - 1964

1964 - 1974

1974 - 1984

1984 - 2004

2004 - 2014

Die Gründungsversammlung des SC Kriens fand am 14. Juni 1944 im Hotel Central statt. Der erste Vereinspräsident hiess Eugen Minder. Grün und schwarz wurden als Klubfarben bestimmt. Die Monatsbeiträge beliefen sich zuerst auf 50 Rappen, dann auf 1.50 Franken. Passivmitglieder bezahlten sechs Franken pro Jahr.

Umziehen im Restaurant
Neben einem Vereinsvorstand wurde auch schnell eine erste Mannschaft zusammengestellt. Was allerdings fehlte, war ein passendes Spielfeld. Weil die Gemeindebehörden dem neu gegründeten Verein die Unterstützung verwehrten, trug der SC Kriens seine ersten Spiele auf der Zihlmatte in Luzern aus. Ab 1946 spielte der SCK dann für 20 Franken pro Monat auf einem Spielfeld der Allmend. Unter dem zweiten SCK-Präsidenten Kaspar Amstad erhielt der SC Kriens schliesslich einen Fussballplatz auf krienser Boden.

Unterhalb des Bauernhofes «Waisehus-Schüür» wurde ein Weideplatz zum Fussballplatz umfunktioniert und der Grundstein für das heutige Kleinfeld gelegt. Am 7. August 1949 fand die offizielle Einweihung des Sportplatzes auf der Waisenhausmatte statt. Umziehen mussten sich die Spieler allerdings noch im nahen Restaurant «Frohalp». 1950 bekam der Fussballplatz Scheinwerfer, damit auch bei Dunkelheit trainiert werden konnte. Sportlich lief es dem SCK in den ersten 10 Jahren seines Bestehens nicht nach Wunsch. Zwar stieg man 1949 in die 3. Liga auf, fiel 1952 aber wieder zurück in die 4. Liga.

Walter Vock wurde 1955 neuer Präsident des SC Kriens und gelangte 1956 mit einer Eingabe für einen Kredit in der Höhe von 22‘000 Franken zum Ausbau des Sportplatzes an den Gemeinderat von Kriens. 791 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sprachen sich im Januar 1957 dafür aus (388 Personen waren dagegen). Nach diesem Erfolg an der Urne verstärkten sich 1957 auch die Anstrengungen zur Gründung einer Juniorenabteilung. Junioren-Ob- mann Erhard «Hardy» Schaub sowie seine Mitarbeiter waren in den folgenden Jahren gefordert. Denn schnell waren über 70 Junioren beim SCK aktiv.

Der SCK steigt auf
Als Folge der gewonnen Abstimmung und des erhaltenen Kredits der Gemeinde wurde 1958 der neue Sportplatz «Kleinfeld» ein- geweiht. Der FC Luzern und die Zürcher Young Fellows bestritten das Eröffnungsspiel von 700 Zuschauern. Umziehen mussten sich die Mannschaften im Schulhaus Brunmatt, da im Kleinfeld weder Garderoben noch Duschen vorhanden waren. Aber auf dem Platz lief es dem SC Kriens. Die erste Mannschaft stieg 1958 in die 2. Liga auf.

Krienser-Bevölkerung pro SCK
1959 richtete sich der SCK-Vorstand unter Präsident Walter Vock ein weiteres Mal an den Gemeinderat. Ziel war es, ein zusätzliches Spielfeld und eigene Garderoben zu erstellen. Die Behörden prüften die Eingabe und am 16. April 1961 stimmte das Krienser Volk ein zweites Mal zu Gunsten des SC Kriens (775 Ja zu 694 Nein-Stimmen). In der Folge wurde eine Sportplatzkommission gegründet, die dem Gemeinderat 1962 den Vorschlag unterbreitete, den Sportplatz auszubauen, einen Turn- und Leichtathletik-Platz, sowie ein öffentliches Schwimmbad auf dem Gebiet Kleinfeld zu errichten. Da der SC Kriens in dieser Zeit ein sehr aktives Vereinsleben pflegte, wuchs seine Mitgliederzahl stetig und überschritt 1963 erstmals 500 Mitglieder.

SCK-Präsident Walter Vock beendete seine Amtszeit 1964 und übergab die Leitung des Vereins an Erhard Schaub. Weiter in den Vereinsvorstand wurde 1964 erstmals Raymond Lütenegger gewählt, der heutige Ehrenpräsident des SC Kriens. Mittlerweile verzeichnete der SCK über 700 Mitglieder und war zu einer festen Grösse in der Vereinslandschaft der Region geworden.

Diesen Stellenwert unterstrich auch das zum 25. Geburtstag fertiggestellte Stadion Kleinfeld mit zwei neuen Spielfeldern und der heutigen Tribüne mitsamt den Garderoben. Beim Eröffnungsspiel der neuen Tribüne zwischen dem FC Luzern und dem damals amtierenden Schweizermeister FC Zürich war das Kleinfeld zum ersten Mal restlos ausverkauft.

Das erste Clubmagazin
Der SCK mauserte sich als 2.-Ligist in der Folge zu eine veritablen Cupschreck. 1970 gewann man man bei m NLB-Verein Gambarogno mit 1:0. Ein Jahr später scheiterte der SCK erst in der vierten Cuprunde am FC Luzern. 1972 übertrugen sich diese erfolgreichen Cupauftritte schliesslich auch auf die Meisterschaft. Unter Spielertrainer Walter Rüssi wurde der SCK im Sommer Innerschweizer Fussballmeister. Den Aufstieg sicherte sich der SCK in den anschliessenden zwei Playoff-Partien gegen Oerlikon und Röschenz. In dieser Aufstiegssaison 1972 erschien übrigens zum ersten Mal auch das Cluborgan des SC Kriens.

11 Mannschaften und ein Platz
Am Ende der ersten Saison nach dem Aufstieg in die 1. Liga belegte der SCK den guten dritten Schlussrang mit 29 Punkten aus 24 Spielen. Der Verein verzeichnet gegen Ende seines dritten Jahrzehnts rund 1200 Mitglieder. Davon waren 130 fussballerische Aktivmitglieder, die auf elf Mannschaften verteilt waren. Drei Aktivmannschaften (1., 3. und 4. Liga), zwei Seniorenmannschaften und sechs Juniorenmannschaften.

Für alle diese Mannschaften stand allerdings bloss ein einziger Trainingsplatz zur Verfügung. Juniorenobmann Angelo Ercolani forderte deshalb mehr Trainingszeit für den Juniorenbereich. Um die Juniorenförderung weiter zu intensivieren, schuf der SC Kriens als einer der ersten Fussballvereine der Zentralschweiz quasi einen Verein im Verein und machte die Juniorenabteilung zu einer mehr oder weniger selbständigen Institution mit einem eigenen Vorstand. Fortan trainierte jede Juniorenmannschaft bis zur C-Klasse zweimal pro Woche.

Die Saison 1974/75 begann im Kleinfeld mit einem Fussballturnier zum 30. Geburtstag. Eingeladen waren der FC Luzern, der FC Zürich und der FC Basel. Im Spätherbst 1975 übernahm Paul Wolfisberg das Traineramt beim SC Kriens, nachdem sein Vorgänger Egon Milders mitten in der Vorrunde an den Folgen eines Hirntumors verstorben war.

Unter dem späteren Erfolgstrainer des FC Luzerns und der Schweizer Nationalmannschaft erreichte der SCK im darauffolgenden Sommer die Aufstiegsspiele zur NLB, scheiterte aber unter anderem vor 4300 Zuschauern im Kleinfeld an Young Fellows. Ein Jahr später in der Saison 1975/76 wurde der Aufstieg in die NLB dennoch Tatsache. 3000 Zuschauer erlebten den 3:1 Heimsieg gegen Bulle und rund 4200 Zuschauer sahen den 2:0 Sieg des SC Kriens über den SC Zug.

Nur eigene Junioren
Walter Condrau wurde in diesem Sommer Juniorenobmann des SC Kriens und der Präsident Walter Bachofer trat nach zwei Jahren zurück. Zu seinem Nachfolger wurde sein Vorgänger Raymond Lütenegger gewählt. Der SC Kriens startete mit einer Mannschaft bestehend aus lauter Eigengewächsen in die neue Saison. Am Ende klassierte sich das Team in der ersten NLB-Saison auf dem guten achten Platz. Erwähnenswert ist auch die erstmalige Durchführung der SCK-Fussballschule im Sommer 1977. Mehr als 100 Knaben meldeten sich beim Verantwortlichen Lothar Hollmichel an.

Überalterter SCK steigt ab
1978 übernahm Remo Pedraita das Traineramt beim SCK, weil Paul Wolfisberg den Verein Richtung FC Luzern verliess. Nachdem der SCK in der Winterpause bloss den zweitletzten Platz belegte, handelte die Klubleitung und verpflichtete Urs Dickenmann vom FC Zürich. Der SCK konnte sich in der Folge zwar knapp in den NLB halten, verfügte aber über das zweitälteste Team der ganzen Liga. Das Durchschnittsalter sank auch nicht, als der für die Saison 1979/80 vom FC Zug neu verpflichtete Trainer Helmut Huttary im Alter von 36 Jahren selber nochmals in die Hosen stieg und sein Comeback als Libero gab.

Aber der SCK musste zusehends um den Ligaerhalt kämpfen und Trainer Huttary kündigte seinen Vertrag beim SCK auf Ende Saison 1980/81. Nach einer 0:5 Niederlage in Winterthur wurde Huttary dann aber vom Verein frühzeitig entlassen und im Sommer 1981 stieg der SC Kriens nach vier Jahren in der NLB in die 1. Liga ab.

Erster SCK-Ehrenpräsident
Erschwerend kam hinzu, dass der SC Kriens an der GV einen Betriebsverlust von 10‘000 Franken ausweisen musste. Die Vereinsleitung mit Raymond Lütenegger an der Spitze setzte auf einen Neuanfang und verpflichtete Kudi Müller als neuen Trainer des SC Kriens. Der frühere Nationalspieler macht aus der überalterten Mannschaft ein Team der Zukunft, indem nicht weniger als insgesamt acht Spieler aus der eigenen Nachwuchsabteilung figurierten.

Die erfolgreich arbeitende Nachwuchsabteilung umfasste beim SCK nunmehr 250 Junioren. Nicht zuletzt aufgrund dieser Grösse erhielt der SC Kriens 1983 den Hartplatz Ober-Mettlen für Trainingszwecke von der Gemeinde Kriens zur Verfügung gestellt. Im selben Jahr trat dann SCK-Präsident Raymond Lütenegger definitiv zurück. Nach zwei Amtsperioden mit einer Dauer von total 10 Jahren wurde er zum Ehrenpräsidenten des SC Kriens ernannt. Nachfolger von Raymond Lütenegger wurde Ernst Stauffer.

Mittlerweile zählte der SC Kriens 1426 Mitglieder. Und im dritten Jahr unter Spielertrainer Kudi Müller stieg die erste Mannschaft 1986 wieder in die NLB auf. Nach einem guten Start in die neue Saison, verlor der SCK zusehends seine Linie und stieg Ende Saison gleich wieder in die 1. Liga ab. Rund sechs Wochen vor Ablauf der Saison überwarf sich Kudi Müller zudem mit der Vereinsleitung und verliess den Verein. Sein Nachfolger wurde der Belgier Antoine Fagot. Dieser wäre für die folgende Saison ohnehin als Spielertrainer vorgesehen gewesen.

Das ewige Platzproblem
In der Saison 1987/88 trugen die 19 gemeldeten SCK-Mannschaften 234 Heimspiele im Kleinfeld aus. 92 fanden auf dem Hauptfeld statt, 78 auf Platz zwei und 64 auf dem Allwetterplatz. Dank dem grossen Einsatz von Platzchef Heinz Leutenegger lief der Spielbetrieb in einigermassen geordneten Bahnen ab.

Die junge erste Mannschaft (Durchschnittsalter 22 Jahre) des SC Kriens erreichte in der ersten Saison nach dem Abstieg den guten vierten Schlussrang. 1989 wurde Alois Haas neuer SCK-Präsident. Er kannte den Verein bereits aus seiner Tätigkeit als Präsident der Gönnervereinigung Club Top 50. Als erste Amtshandlung verlängerte er den Vertrag mit SCK-Trainer Antoine Fagot.

Aufstieg am grünen Tisch
1990 erreichte das Team zum zweiten Mal in Folge die Aufstiegsrunde. Beide Male scheiterte die Mannschaft auf dem Rasen. Concordia Folgore verzichtete 1990 allerdings auf den Aufstieg und der SCK rutschte so am grünen Tisch in die NLB. Obschon dieser Aufstieg mit finanziellen Risiken verbunden war, nahm der SC Kriens die Herausforderung an. Peter Risi löste Antoine Fagot als Trainer ab und debütierte in der NLB mit seiner Mannschaft am 25. Juli 1990 vor 1500 Zuschauern im Kleinfeld. Das Spiel gegen Basel ging allerdings 0:3 verloren. Es dauerte bis zum 13. Oktober eher der SCK seinen ersten Sieg einfuhr. Trotzdem schaffte der SCK am Ende der Saison den Ligaerhalt. Obwohl frühzeitig durchsickerte, dass die Zusammenarbeit mit Peter Risi nicht verlängert würde.

Erster und zweiter Aufstieg in die NLA
1992 trat Alois Haas als Präsident des SC Kriens zurück, sein Nachfolger hiess Toni Burri. Als neuer Trainer wurde Fide Fässler verpflichtet. In Fässlers erstem Jahr schaffte der SCK mit den Neuverpflichtungen Gwerder, Boban und Topskorer Vukic auf Anhieb die Qualifikation für die Aufstiegsrunde. Und nach einem 2:1 Auswärtssieg in Chiasso stieg der SCK 1993 zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in die NLA auf. Ein Jahr später, zum 50 jährigen Vereinsjubiläum folgte dann allerdings der sofortige Wiederabstieg in die NLB. Nachdem der SC Kriens die vergangenen drei Jahre in der NLB spielte, gelang in der Saison 1996/97 unter dem neuen Präsidenten Markus Jurt und Trainer Jochen Dries (er löste 1995 Fide Fässler ab) ein erneuter Aufstieg in die höchste Schweizer Liga.

Diese Saison begann mit Siegen gegen die Grasshoppers und andere Spitzenteams. In der zweiten Saisonhälfte kam dann aber der Einbruch. Im Dezember 1997 verliess Jochen Dries dann den SC Kriens und wurde durch Charly Herberth ersetzt. Im Winter 1998 wurde Toni Burri zudem zum zweiten Mal Präsident des SC Kriens, er löste Markus Jurt ab. Aber der Höhenflug des SC Kriens endete im Sommer 1998 mit dem direkten Wiederabstieg in die NLB.

Im Sommer 1998 kommt Kudi Müller zu seinem zweiten Engagement als Trainer des SC Kriens. In seinem ersten Amtsjahr verpasst er mit dem SCK die Qualifikation für die Aufstiegsrunde, sichert aber anschliessend in der Abstiegsrunde den Ligaerhalt ohne Probleme. Trotzdem wurde Kudi Müller im Sommer 1999 von Jürgen Seeberger abgelöst.

Auch mit ihm verpasst der SCK die Aufstiegsrunde zur Nationalliga A und sichert sich wie in der Saison zuvor den Ligaerhalt in der Abstiegsrunde. Aber wie schon in der Saison zuvor, musste auch in diesem Fall der Trainer seinen Hut nehmen. Jürgen Seeberger verliess den SCK im Sommer 2000. Sein Nachfolger hiess Fritz Schmid.

Super- und Challenge League
Um weiterhin erfolgreich im Spitzenfussball agieren zu können, wird 2001 der Gold Club gegründet. Mit bis zu 30 Mitgliedern trägt der Gönnerverein viele Jahre lang zu den sportlichen Erfolgen des SC Kriens bei. In der Winterpause der Saison 2001 / 2002 wechselt Fritz Schmid zum FC Basel und wird dort Assistent von Christian Gross. Der frühere SCK-Verteidiger und Juniorentrainer Urs Schönenberger wird daraufhin neuer Trainer des SC Kriens. Der SCK erreicht mit ihm in der Saison 2002 / 2003 die Aufstiegsrunde, spielt dort lange um den Aufstieg in die NLA mit, klassiert sich am Ende aber unter dem Strich. Im Sommer 2003 wird Urs Schönenberger FCL-Trainer und beim SCK durch Stefan Marini ersetzt.

In diesem Sommer wurden im Schweizer Fussball offiziell die Super-League und die Challenge League eingeführt. In der Super League spielten 10 Mannschaften, die Challenge League startete mit 17 Mannschaften.

Zwei Derbysiege in einem Monat
In bester Erinnerung bleiben anschliessend die beiden Derbys gegen den grossen Nachbarn, FC Luzern. Unvergessen bleibt der 1:0 Sieg im Herbst 2003 auf der Luzerner Allmend, als der Gästesektor restlos mit SCK-Fans gefüllt war.

2004 erhielt der SCK ein neues, sein aktuelles Logo und ein Jahr später wurde Peter Glur neuer Präsident des SC Kriens. In seinem zweiten Amtsjahr dominierte der SC Kriens die komplette Saison in der Challenge League. Dann kam es auf dem Kleinfeld zum vorentscheidenden Spiel zwischen dem SC Kriens und Neuenburg Xamax um den Aufstieg in die Super League. Leider verlor der SC Kriens dieses Spiel im Sommer 2007 knapp mit 1:2. Nuzzolo erzielte den Siegtreffer für Xamax mit der einzigen Gäste-Chance in der zweiten Halbzeit. Weil gleichzeitig die AC Bellinzona punktete und damit noch den Barrageplatz erreichte, blieb dem Wintermeister SC Kriens nach einer 1:3 Niederlage im letzten Spiel gegen Concordia Basel nur noch der undankbare dritte Platz.

Eine Saison nach diesem fast Aufstieg in die Super League, stieg der SC Kriens 2008 dann, aufgrund der Reduzierung der Challenge League von 18 auf 16 Teams, in die 1. Liga ab. SCK-Trainer Stefan Marini verlässt den SCK im April 2008 nach fünf Jahren im Amt vorzeitig. Der SC Kriens schaffte in der folgenden Saison aber den sofortigen Wiederaufstieg, nachdem das Team unter der Leitung von Trainer Maurizio Jacobacci in der Aufstiegsrunde 2009 alle Spiele für sich entscheiden konnte.

Cup-Halbfinal auf dem Kleinfeld
Am 5. April 2010 gab es auf dem Krienser Kleinfeld eine Sensation. Zum ersten Mal qualifizierte sich der SC Kriens für einen Cup-Halbfinal, nach dem man zuvor die Mannschaften aus Buochs, Bellinzona, Solothurn und Thun aus dem Cup warf. Den Halbfinal gegen den FC Basel vor 5000 Zuschauern im Kleinfeld verlor man aber knapp mit 0:1. Maurizio Jacobacci verlässt den SC Kriens Ende Saison 2010/2011 nach drei erfolgreichen Jahren.

Sein Nachfolger im Sommer 2011 hiess Jochen Dries. Dessen zweites Engagement endet bereits im Februar 2012. Auf Dries folgte Urs Schönenberger, auch er war Jahre zuvor bereits SCK-Trainer. Er blieb allerdings bloss einen Monat lang Trainer des SC Kriens, bevor im April 2012 Jean Daniel Gross das Amt übernahm. Der SCK erreicht nur den 15. Rang und stieg, auch durch die Reduktion der Challenge League von 16 auf 10 Vereine, im Sommer 2012 in die neu gegründete 1. Liga Promotion ab.

Der fast Kollaps und ein Abstieg
Ein Jahr später stand der SCK im Sommer 2013 dann schliesslich vor dem Konkurs. Finanziell lebte der SCK seit Jahren über seinen Verhältnissen. Die Schulden beliefen sich im Juni 2013 auf 1,3 Millionen. Peter Glur trat als Präsident zurück, sein Nachfolger wurde Werner Baumgartner. Mit Glur verliessen auch Sportchef René Distel und Marketingchef Roger Kutter den Verein.

Der finanziell schwer angeschlagene SC Kriens wurde dank Zuwendungen von zahlreichen Privatpersonen am Leben erhalten. Werner Baumgartner bildet einen neuen Vereinsvorstand und beginnt mit der Sanierung des Vereins. Trotz einer deutlichen Budgetreduktion scheint sich die erste Mannschaft in der 1. Liga Promotion halten zu können. Im Frühling 2014 folg dann aber der sportliche Einbruch und der SCK schlittert in akute Abstiegsgefahr. Jean-Daniel Gross wird im Mai 2014 entlassen und Marinko Jurendic, der ab Sommer 2014 sowieso als SCK-Trainer vorgesehen war, übernimmt das Amt bereits im Frühling.

SC Kriens Rückrunde 2013 / 2014
Obschon der SC Kriens wieder auf die Erfolgsspur findet, steigt er Ende Saison sozusagen in letzter Sekunde, St. Gallen U21 als direkter Konkurrent holt sich den rettenden Sieg erst in der Nachspielzeit des letzten Saisonspiels, im Sommer 2014 in die 1. Liga classic ab.