FE13: 27. Int. LSC-Hallencup: Kriens schlägt Freiburg

Der Weihnachtsmann kam das Jahr ein bisschen früher

Was für ein schöner Jahresabschluss für die Krienser FE-13. Letzten Samstag 12.12.2015 trafen sich in der Sporthalle Maihof in Luzern nicht weniger als 16 Teams zum 27. Internationalen LSC-Cup ein. Darunter waren die Junioren diverser grosser Vereine aus dem In- und Ausland vertreten. FC Aarau, Lausanne Sports, FC St. Gallen, FC Luzern, FC Basel, Jahn Regensburg, SC Freiburg, um nur einige zu nennen. Der Wanderpokal ging, nach einem langen Turniertag an die Junioren des SC Kriens.

Wer hätte es sich am Samstagmorgen, als das Turnier startete denken können, dass die Krienser FE-13 noch vor Jahreswechsel sich und dem Sportclub eine solch schöne Bescherung schenken würden. Die beiden Trainer Marko Zeba und Benson Owusu ahnten da noch gar nicht, wie lange der Tag für sie werden wird. Das Trainergespann das nun schon seit eineinhalb Jahren zusammenarbeitet kennt sein Team sehr gut und wusste, dass die Konkurrenz an diesem Turnier wesentlich stärker sein könnte. Die Krienser FE-13 mit seinen Trainern Marko Zeba und Benson Owusu konnten da sicherlich auch aufgrund der Erfahrung von ihren beiden Trainern profitieren.

Eine Niederlage in der Gruppenphase

Die Krienser Junioren starteten mit einem 2:0 Sieg am Vormittag gegen den FC Aarau ins Turnier. Es folgte ein 4:0 gegen den FC Ebikon und kurz nach Mittag gab’s die erste Niederlage in der Gruppe B gegen den SC Freiburg. Die Krienser gerieten zunächst 0:2 in Rückstand, konnten diesen innerhalb weniger Minuten wieder ausgleichen und gaben das Spiel gegen Schluss doch noch mit 2:4 aus den Händen. Tabellenplatz Zwei war das Resultat nach der Vorrunde in der Gruppe B hinter dem SC Freiburg. Der SC Kriens konnte somit 3 Punkte aus der Vorrunde in die Zwischengruppe E mitnehmen.

Derbysieg in der Zwischenrunde

Gestärkt vom Mittagessen, starteten die Krienser mit einem 2:1 gegen die unbequemen Junioren von Lausanne Sports. Um 14:44 Uhr standen sich dann die beiden Nachbarn des Sportclubs und des grossen Bruders FC Luzern gegenüber. Der SCK spielte eine sehr clevere Partie gegen den grossen Rivalen von der Allmend und entschied die Partie mit einem 2:1 für sich ohne dabei je in ernsthafter Gefahr gewesen zu sein das Spiel aus der Hand zu geben. Mit dem Derby-Sieg qualifizierten sich die Krienser vorzeitig für die Runde der letzten Acht und setzten erstmals an diesem Turnier eine kleine Duftmarke. Zum Abschluss der Zwischenrunde folgte noch ein ungefährdetes 4:1 gegen den SV Böblingen (D). Wieder landete man hinter dem SC Freiburg, der ebenfalls alle seine Spiele in der Zwischenrunde für sich entscheiden konnte, auf Tabellenplatz Zwei. Diese Konstellation ergab für die Krienser den SSV Jahn Regensburg (D) als Gegner in der ersten KO-Runde.

Runde der letzten Acht

Freiburg vs. St. Gallen, Kriens vs. Jahn Regensburg, Lausanne vs. Wohlen und Aarau vs. Basel hiessen die Viertelfinalpaarungen. Die Breisgauer eröffneten die KO-Runde und setzten sich mit einem 2:1 gegen den letztjährigen Gewinner und Titelverteidiger des Turniers FC St. Gallen durch. Der SCK zog nach und schoss sich mit einem souveränen 6:3 ins Halbfinale. Es folgten die Westschweizer mit einem 2:0 gegen die Wohlener und Basel setzte sich mit einem deutlichen 7:0 gegen die Aarauer durch.

Halbfinale

Nur noch zwei Spiele, noch zwei Mal gewinnen, noch zwei Mal sich aufraffen und auf die Zähne beissen. Langsam schwanden bei allen Junioren die Kräfte, doch das Ziel vor Augen und immer das nächste Spiel als das wichtigste angesehen, dann hätte es klappen müssen. Mit dieser Einstellung starteten die Krienser von Anfang an in die KO-Runde. Gegner im Halbfinale war niemand geringeres als der FC Basel. Mit gerade mal noch 7 Einsatzfähigen Spielern stieg man in diese Partie. Der SCK ging früh mit einem 1:0 in Führung, sie spielten tollen und cleveren Hallenfussball gegen die Basler Junioren, welche kein Mittel fanden die Jungs vom Kleinfeld in den Griff zu bekommen. Geduldig und auf Konter spielend folgte das 2:0, dass die Bebbi richtig wütend machte. Sie machten nun mächtig Druck und erzwangen den Anschlusstreffer zum 2:1. Die Krienser Jungs liessen sich nicht einschüchtern von den Basler angriffen und lauerten nur aufs nächste anrennen der Blau-Roten und erwischten diese nach einem Konter ca. Eine Minute vor Schluss. Nun wurde die Partie richtig hitzig! Kriens‘ Torhüter Simon Blättler musste einiges einstecken, doch auch er biss auf die Zähne. Den Junioren des Schweizer Meisters gelang zwar noch das 2:3 doch für mehr reichte es nicht. Nach ca. elf Stunden war es Tatsache, die FE-13 Junioren des Sportclubs Kriens standen im Finale.

Thriller im Endspiel

Etwas kurz nach 19:00 Uhr liefen die beiden Mannschaften des SC Kriens und des SC Freiburg zum zweiten Mal an diesem Tag gemeinsam auf‘s Parkett. Nachdem die beiden Mannschaften den Zuschauern vorgestellt wurden und die Jungs sich per Handschlag viel Glück wünschten, liess der Schiedsrichter das Spiel anpfeifen. Nach kurzem abtasten, erhöhten beide Teams den Taktschlag und schon bald stand es 1:0 für die Deutschen. Ronaldo Dantas Fernandes konnte nach Zuspiel von seinem Bruder Ruben den Ausgleichstreffer erzielen. Doch die Freiburger gingen wieder mit einem 2:1 in Führung und verwalteten das Resultat sehr gut. Die Krienser erarbeiteten sich Chance um Chance doch es gelang ihnen nichts Zählbares. Als alles schon verloren schien, und auf der Hallenuhr nur noch 10 Sekunden aufleuchteten, holte sich Kapitän Ruben Dantas Fernandes bei Torhüter Simon Blättler den Ball – die Breisgauer waren hoch aufgerückt um Pressing zu spielen – doch schlich sich Verteidiger Fynn „Bogason“ Hofstetter in Richtung gegnerisches Tor und wurde von Ruben mit einem langen Ball über die ganze Halle, direkt in den Lauf angespielt und konnte aus vollem Lauf den Ball am Freiburger Schlussmann zum 2:2 Ausgleich vorbeispitzeln. 3 Sekunden leuchtete es da noch auf der Hallenuhr, doch die Zeit lief während der Jubelszenen runter und es kam zum Penaltyschiessen. 5 Schützen mussten beide Mannschaften stellen, danach würde so lange geschossen werden bis jemand verschiesst. Alle fünf Schützen auf beiden Seiten trafen und es folgte Schütze um Schütze. Kriens‘ Loris Lukaj war der sechste Schütze und liess trotz Fersenschmerzen nichts anbrennen und verwandelte auch den sechsten Penalty für Kriens. Der SC Freiburg schickte seinen sechsten Schützen zum Punkt und dieser scheiterte an Torhüter Blättler, der dieses Mal die Ecke ahnte und den Schuss abwehren konnte. Schluss, Aus, Vorbei!!! Der SC Kriens ist CHAMPION am diesjährigen LSC-Cup in der Kategorie FE-13. Herzliche Gratulation von den beiden Trainern und dem gesamten Verein. Wir sind stolz auf euch. Come on Kriens!!!

RICOH IMAGING

Bildlegende:

– Teamfoto (vorne von l. n. r.) Loris Lukaj, Berke „Arkadas“ Özyürek, Simon Blättler, Ruben Dantas Fernandes, Ronaldo „Rini“ Dantas Fernandes; (hinten von l. n. r.) Benson Owusu (Co-Trainer), Boris „Borisovic“ Rancic, Fynn „Bogason“ Hofstetter, Pedro „Pedroso“ Christen, Milos „Milosovic“ Stojkovic, Shan Meyer, Marko Zeba (Trainer)

SC Kriens:  Simon Blättler; Fynn Hofstetter, Boris Rancic, Pedro Christen, Shan Meyer; Milos Stojkovic, Ruben Dantas Fernandes, Ronaldo Dantas Fernandes, Berke Özyürek, Loris Lukaj

Samstag, 12. Dezember 2015
Junioren D (Internationales Teilnehmerfeld)

Spiel um Platz 3 und 4:
Lausanne Sport – FC Basel 1:4

Finalspiel um den 1. Rang:
SC Freiburg D – SC Kriens 7:8 (nach Penaltyschiessen)

Bericht: Marko Zeba