FC Tuggen – SC Kriens

Von Oliver Kraaz Die Promotion League und ihre Klubs sind wie die kleinen Pommes Chips-Säckli, die eine Überraschung enthalten.

Klar, den FC Tuggen kennt man. Das Stadion ist Kult, nirgends riecht das Gras bei den Spielen so frisch wie an der Linthstrasse. Die Tribüne ist sehr klein und wenn man über den Schiedsrichter laut flucht, können gleich zwölf Leute mitstreiten. Tut aber niemand, weil alle sehr entspannt sind. Am Schluss trifft man sich im Festzelt beziehungsweise in der Matchbar und lauscht der moderierten Pressekonferenz für alle. Wie bei den Grossen. Aber sympathisch.

Erst jetzt habe ich entdeckt, dass der Bruno Berner Trainer in Tuggen ist. Bruno Berner, genau – klingelt’s? Ja, der ehemalige Nati-Spieler unter Köbi Kuhn, Söldner bei Leicester City und Freiburg. Früher Basel und GC. Spannend nicht? Man sieht Spieler im Fernsehen, dann verschwinden die aus dem Bewusstsein und tauchen plötzlich um die Ecke wieder auf.

Auf Google habe ich Bruno Berners eigene Website entdeckt. Und die war … auf Englisch! Nur Englisch. Das hat mich beunruhigt. Wenn plötzlich in Klubs Englisch als Amtssprache auftaucht, hat dies meist zwei Gründe: Entweder ein Fehler des ehrenamtlichen Webmasters. Oder der Klub gehört neuen Besitzern aus Turkmenistan, die den Klub innert 10 Jahren – … ach was! – in 10 Woche in die Champions League bringen wollen.

Leicht beunruhigt wechselte ich auf die Website fctuggen.ch. Und die war…zum Glück Deutsch! Also alles noch in Ordnung. Nach wie vor sponsert ein Glühlampen-Fabrikant aus Tuggen den Klub. Als Ziel gilt der Ligaerhalt und nicht die Klub-WM. Dann kann man sich beruhigt auf der kleinen, netten Tribüne in Tuggen (Samstag, 16:00 Uhr) laut über irgendwas aufregen, ohne mit Turkmenen im Armani-Anzug plötzlich Krach zu bekommen.

COME ON KRIENS

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