FC Stade Lausanne Ouchy – SC Kriens

Für eine Challenge League ohne zweilagiges WC-Papier

Von Oliver Kraaz Vielleicht hat es ja der eine oder andere mitbekommen: Die Super League und die Challenge League bleiben bei 10 Teams. Hat der Fussballverband nach langen Sitzungen und Workshops entschieden. Am Entscheid war eine holländische Agentur beteiligt, die sich den ganzen Tag Gedanken zu neuen Meisterschafts-Modis macht (so heisst die Mehrzahl von Modus). Und natürlich ein paar kluge Köpfe vom SFV. Sicher mehr Köpfe, als es Teams in der Challenge League gibt.

Zur Erinnerung: Der Fussballverband schaut jedes Jahr, wer wie viele Klappstühle im Stadion hat, beim wem das Flutlicht mit Rechaud-Kerzen funktioniert und in welchem Stadion das WC-Papier zweilagig ist und weiche Noppen hat. Dann wird entschieden, wer in der Challenge League spielen darf und wer vom Samichlaus keine Nüssli bekommt.

Item. Mit den 10 Teams bleibt also alles beim Alten. Geschlossene Gesellschaft eigentlich. Ausser es geht wieder jemand Konkurs. Was leider fast jedes Jahr passiert. Die Challenge League ist für kleinere Vereine so gesund wie das Oktoberfest für Alkoholiker.

Die Logik liegt aber nicht darin, dass man die Challenge League zunagelt. Es wäre gesünder, die Challenge League hätte 12 oder 14 Teams. Vier Teams mehr geben Luft zum Atmen. Das würde zeigen: es geht auch anders. Eine grössere Liga hat auch ein Mittelfeld, eine Pufferzone. Es gibt dann nicht nur den Aufstieg und den Abstieg. Und damit weniger Preistreiberei. Denn auch zweilagiges WC-Papier kostet.

Eines ist klar: Die Challenge League wird auch mit 10 Teams kein Knüller, für dessen Spiele man gerne auch mal seine Hochzeit verpasst oder mit den Rollschuhen ans Auswärtsspiel in die Romandie fährt…ach ja. Kommt mir in den Sinn: Wir reisen auch in die Romandie. Gegen Lausanne-Ouchy, Samstag 17 Uhr. Als Leader.

In diesem Zusammenhang stellt sich wirklich die Frage: Was ist der Unterschied zwischen der Promotion League und der Challenge League? Wohl die fehlenden Klappsitze.

In dem Sinne: Come on, Kriens.