FC Sion – SC Kriens

Von Oliver Kraaz Ich gebe es ehrlich zu: Mir ist dieses Tamtam um den FC Sion und den Cup einerlei. Klar, es gibt dieses Statistik, wonach der FC Sion von gefühlten 500 Cupfinal-Teilnahmen deren 501 gewann – oder so. Genau habe ich es auch nicht im Kopf. In den Zeitungen wurde gar schon die «mystische Verbindung» dieses Wettbewerbs und dem Klub heraufbeschworen. Das ist Bockmist. Unser Pöstler kommt auch seit Jahren jeden Morgen und wirft die Briefe im richtigen Briefkasten ein, deswegen glaube ich aber nicht, dass er irgendwie eine Seelenverwandtschaft mit seiner Post hat. Dass er vielleicht seine Post bereits am Abend mit ins Bett nimmt, damit alles am andern Tag gut kommt. Und wenn, dann möchte ich es nicht wissen.

Aber he, auf dem Weg zum Cupsieg und dem Einzug in die Europa League (Gegner: ein attraktives Los aus Moldawien, beispielsweise Sheriff Tirsaspol), stellt sich uns jetzt also gerade der FC Sion in den Weg. Könnte also tatsächlich sein, dass wir verlieren.

Oder doch nicht? Berti Vogts, ex-DFB-Trainer hat mal gesagt: «Da wir nicht voll auf Niederlage spielen, spielen wir voll auf Sieg.» Das könnte ein Weg sein für den SCK. Und noch etwas kann für Kriens sprechen: Die Ambiance im Tourbillon. Das alt-ehrwürdige Stadion der Walliser ist in die Jahre gekommen und erinnert schon fast an das alte Kleinfeld. Wenn dann noch die Gebrüder Pfyffer heimlich an der Matchuhr rumschrauben, nach dem 0:1 von Kriens in der 70. Minute, dann ist alles möglich. Alles.

Wir sehen uns in Tiraspol in der Europa League.