«Der Kleinfeldgeist soll im neuen Stadion spürbar sein»

Als Ruedi (im Bild links) und Beat Pfyffer 1968 zur Welt kamen, startete im Kleinfeld der Bau des Fussballstadions. Knapp 50 Jahre später blicken die Zwillinge auf eine fast innige Beziehung mit «ihrem Kleinfeld» zurück.

Ruedi und Beat Pfyffer, seit wie vielen Jahren geht ihr im Kleinfeld ein und aus?  
Ruedi: Wir begannen 1974 bei den kleinsten E-Junioren im Alter von sechs Jahren. Ruedi Vollenwyder hiess unser Trainer. Unter ihm spielten wir zum ersten mal Fussball im Kleinfeld.
Beat: Wir kamen durch unseren Vater Hans Pfyffer zum SC Kriens. Auch unsere beiden älteren Brüder Kurt und Hansueli kickten beim SCK. Da mussten wir natürlich auch einsteigen.

Die ganze Familie Pfyffer war damals beim SCK engagiert oder? 
Beat: Ja genau. Unser Vater war als Finanzchef  im Vorstand. Unsere Mutter hat zusammen mit unzähligen Helfern den Kleinfeld-Kiosk an den Spielen der ersten und der zweiten Mannschaft betrieben. Wir bekamen das SCK-Gen sozusagen in die Wiege gelegt.

Tragt ihr das SCK-Erbgut bis heute in euch? 
Beat: Das ist bestimmt so ja.
Ruedi: Wir spielten ja auch in allen Juniorenmannschaften und landeten am Schluss in der 2. Mannschaft. Ich habe mein Hobby dann verletzungsbedingt aufgeben müssen. Bin aber bis heute im Vereinsvorstand aktiv.
Beat: Bei mir gings weiter. Ich spielte bis vor Kurzem noch bei den Veteranen des SC Kriens – mehr als 40 Jahre nach unseren ersten Schritten auf dem Kleinfeld.

Das Alte darf gehen, wir freuen uns aufs Neue.

Und dann war da noch die Matchuhr.  
Ruedi: 25 Jahre waren wir für diese Matchuhr im Kleinfeld verantwortlich. Das Amt haben wir übernommen als wir 13 Jahre alt waren. Das muss man sich mal vorstellen. Diese alte Eterna-Matchuhr musste vor jedem Spiel montiert werden. Dann wurde sie aufgezogen, die Zeiger angebracht und die Anzeigetafeln bereitstellt. Beim Anpfiff wurde die Uhr manuell gestartet. Zur Pause gestoppt und nach der Pause nochmals in Gang gebracht. Es war eine ziemliche Arbeit.
Beat: Aber dadurch haben wir unzählige Heimspiele im Kleinfeld erlebt und nur ganz wenige verpasst.

Eure persönlichen Kleinfeld-Höhepunkte? 
Beat: Die beiden Aufstiege in die NLA unter Fidé Fässler und Jochen Dries werden immer in Erinnerung bleiben.
Ruedi: Dazu die vielen Cupspiele gegen grosse Klubs wie Basel oder YB.
Beat: Nicht zu vergessen der legendäre SRS-Cup im Sommer mit Mannschaften wie Dortmund oder Bayern. Das Kleinfeld war dann sehr gut besucht und es herrschte eine tolle Stimmung im Stadion. Auch die Derbys gegen den FC Luzern waren immer etwas Spezielles und stets sehr intensiv.

Mit wie viel Wehmut blickt ihr dem kommenden Samstag entgegen?
Ruedi: Das alte Kleinfeld wir uns sicher fehlen. Eine so lange Beziehung mit so vielen Erlebnissen vergisst man nicht.
Beat: Wir freuen uns aber auf das neue Stadion. Die Infrastruktur im Kleinfeld ist definitiv nicht mehr zeitgemäss und muss erneuert werden. So betrachtet kann es nur besser werden.
Ruedi: Wir hoffen, dass der «Kleinfeldgeist» auch im neuen Kleinfeld spürbar sein wird. Ich bin mir aber sicher, dass wir auch im neuen Stadion tolle Spiele und Erlebnisse feiern werden. Das Alte darf gehen, wir freuen uns aufs Neue.