Dank Machtdemonstration in der zweiten Hälfte zum Sieg

Nach der Niederlage im Hinspiel reisten die Krienserinnen motiviert an das letzte Meisterschaftsspiel der Vorrunde. Trotz einigen Abwesenheiten und Verletzten zeigten die SCK Damen eine sensationelle Leistung und sichern sich verdient drei Punkte.

SC Nebikon II – SC Kriens 2:4 (1:1)
Stämpfel

Tore: 27′ Amstutz K., 55′ Keiser, 57′ Eigentor, 83′ Limacher

SC Kriens: Marjanovic, Furrer, Cardoso, Amstutz L., Keiser, Fluder, Wieser, Huber, Gorqaj, Amstutz K., Limacher

Ersatz: De Longis, Villiger, Christen

Bemerkungen: SC Kriens ohne Barbosa, Schnüriger und Hofstetter (abwesend), Burch und Paganucci (verletzt)

Pünktlich zum Anpfiff auf dem Sportplatz in Nebikon zeigte sich der Herbst von seiner besten Seite. Bei bestem Fussballwetter startete der SCK mit einer offensiven 3-4-3 Aufstellung ins Spiel. Die Vorgabe von Trainer Gino Christen war klar. Der FC Nebikon sollte durch frühes Pressing am Spielaufbau gehindert werden und durch das Sturmtrio in Bedrängnis kommen. Die ungewohnte Aufstellung konnte ihre Wirkung jedoch nur selten entfalten. Der FC Nebikon startete besser in die Partie und operierte meist mit langen Bällen in die Spitze. Die Dreierkette in der Verteidigung geriet einige Male in Bedrängnis, konnte aber meistens in letzter Sekunde klären. Auch Dank der SCK Torfrau Ines Marjanovic, welche sich an diesem Sonntag in Topform befand, konnte die Girls in Green die Drangphase des Heimteams überstehen.

Das man der SCK Topscorerin Karin Amstutz keinen Platz lassen darf, ist offensichtlich noch nicht bis an die Kantonsgrenze durchgedrungen. In der 27. Spielminute wurde diese herrlich mit einem hohen Ball lanciert. Eine Nebikon Spielerin hob das Abseits auf. Alleine vor der Torfrau traf die Nummer 8 der Krienserinnen ein wenig gegen den Spielverlauf zur 0-1 Führung. Der Gegentreffer schien das Heimteam jedoch nicht zu bremsen. Die Führung war in der 38. Spielminute Geschichte. Nach einem hohen Ball in den Krienser Strafraum, wurde der Ball unglücklich in die Füsse des Gegners gespielt. Aus 5 Meter Entfernung wurde der Ball unhaltbar in die Maschen gehämmert. Mit einem 1-1 ging es die Pause.

Nach einer positiven Pausenansprache kehrten die Krienserinnen mit erhobenen Haupt auf das Spielfeld zurück. Der Wille der Mannschaft war nach Wiederanpfiff unübersehbar. Mittlerweile agierte der SCK mit der gewohnten 3-5-2 Formation und machte damit dem Gegner das Leben schwer. Das angeschlagene Tempo schien für den FC Nebikon zu hoch zu sein. 10 Minuten nach Wiederanpfiff entwischte Karin Amstutz auf der rechten Seite und legte im Strafraum auf die mitlaufende Andrea Keiser ab. Tor, Tor, Tor für den SCK! Dank der perfekten Vorlage musste die Torschützin nur noch den Fuss hinhalten. Der SCK powerte nach der Führung unbeirrt weiter. Karin Amstutz zog erneut über die Seite an Freund und Feind vorbei und spielte das Leder in Richtung Zentrum. Eine Nebikon Spielerin konnte nicht mehr aus dem Weg und fälschte den Ball zur 1-3 Führung ab. Die Kuh war gemolken.

Dem FC Nebikon gelang praktisch keine nennenswerte Aktion mehr. Zu dominant waren die Gäste in der zweiten Hälfte. 10 Minuten vor dem Ende hatte Aussenverteidigerin Sandra Furrer einen Energieanfall und spielte sich mittels Doppelpass durch die gegnerische Abwehr. Fast identisch wie beim vorhergehenden Tor wurde der Ball in den Rückraum gespielt, nur dass diesmal Sturm Neuling Rahel Limacher (Verteidigerin) an den Ball kam. Mit einer Seelenruhe wurde der Ball zuerst gestoppt, vorgelegt und anschliessend ins Lattenkreuz versenkt. Trotz dem Treffer zum 2-4 kurz vor Ende, war die Freude nach dem Abpfiff grenzenlos.

Durch diesen Sieg können die SCK Damen auf dem zweiten Tabellenplatz überwintern. Eine tolle erste Saisonhälfte für das neugegründete Team. Das grosse Potenzial dieses Teams war bereits in einigen Spielen sichtbar. Mit dem tollen Spiel gegen Nebikon zeigt der SCK seine Ambitionen nach oben. Mit 6 Punkten Rückstand auf den Leader Sursee ist alles möglich in der Rückrunde. Zuerst folgen jetzt einige lockere Hallentrainings und Turniere, bevor eine harte Vorbereitungsphase im Januar beginnt.