Ba: Unentschieden gegen ein ruppiges Team Entlebuch

Das mit einem notdürftig zusammengestellten Kader angereiste Krienser Team Ba, konnte auch von überhart spielenden Entlebuchern nicht bezwungen werden. Ob nach dem kräfteraubenden ersten Spitzenspiel der Rückrunde gegen SG Schwyz/Ibach noch genügend Kraftreserven vorhanden sind?

Ein auf einigen Positionen umgestelltes Team Ba fuhr am Samstag in die Pampas nach Escholzmatt zum Spiel gegen Team Entlebuch.

Kurzfristig (regelkonform) umgemeldeter Platz. Spiel neu in Escholzmatt anstelle Entlebuch. Wohl eine taktische Überlegung des gegnerischen Trainers. Der kleine holprige Rasenplatz in Escholzmatt wurde durch die Witterung zu einem Schlammplatz. Ziel erreicht. Es entwickelte sich ein Knüppelspiel. Von der ersten Minute an wurde hart an der Grenze des Erlaubten gekämpft, gegrätscht, gehalten und gezogen. Das wir durch eine Unsicherheit des ansonsten starken Torhüters Renato Haag früh in Rücklage gerieten kam uns gar nicht entgegen. Nun waren wir da, wo wir nicht sein wollten. Auf miserablem Terrain, kaltem und nassem Wetter, ruppigem Gegner und kein Platz und Raum zur Entfaltung. Schwieriges Spiel. Wir beantworteten das dumme Gegentor aber in der 18. Minute mit dem Ausgleich. Typisch für das Spiel. Keine wirkliche Chance, sondern eine Willensleistung von Elmin, und der Abpraller war drin. 1:1. Bis zur Pause wurde das Spiel immer gehässiger und die Zweikämpfe erbitterter. Malik erwischte eine starke Fussprellung und fiel für das Spiel aus. Nach einer Kopfnuss, im Rücken des Schiris, an einem Krienser Innenverteidiger, brodelte es im Amt Entlebuch. Zum Glück bewarten wir die Ruhe. Pause – 1:1. Auch diesen Ausfall versuchten wir zu kompensieren.

Nach dem Pausentee ein Spiel zum vergessen. Ein Gegner der sich mehr und mehr darauf konzentrierte das Spiel zu zerstören und Spieler aus dem Spiel zu nehmen, anstelle Fussball zu spielen. Reihenweise fielen nun weitere Krienser Spieler aus. Höhepunkt des Abends war dann der eigentliche Schlussakt des Spiels. Kevin Scherer tankte sich nochmals durch, erlief den Ball und wäre wohl alleine auf den Torwart gezogen. Wäre… Ein gegnerischer Spieler mähte Kevin kompromisslos mit gestrecktem Bein um und Kevin blieb verletzt liegen. Das glasklare, gesundheitsgefährdende Foul wurde vom Schiri nur mit Gelb bestraft. Auch dies passte zu diesem Spiel. So blieb es beim 1:1. Für uns Krienser ein Spiel, in dem wir 2 Punkte liegen gelassen haben.

Fazit: Für mich als langjährigen Trainer eine Situation die schwer zu ertragen war. Ich kann verstehen wenn das Element Kampf und das entsprechende Terrain dazu verwendet wird einem spielstarken Gegner in Schwierigkeiten zu bringen. Wenn dies aber so kompromisslos und überhart ausgelebt wird, auf einem Platz auf dem das Spiel gar nie hätte angepfiffen werden dürfen (Ball rollte nicht mehr richtig oder blieb gar in Pfützen stecken), dann wird es gesundheitsgefährdend. Kevin Scherer wurde per Notruf 144, mit schwer verletztem Knie ins Spital nach Wollhusen gefahren. Genaue Diagnose steht noch aus, die Verletzung ist zu gravierend. Das es beim Gegner Spieler gab, die dazu noch ein Lächeln hinzauberten grenzt an eine Beleidigung des Gastvereins.

Mein Kommentar: So ein Spiel ist beschämend für dieses Niveau. Dachte immer, es gehe in erster Linie um Fussball. Denken wohl nicht alle so… Leider. Wir wünschen Kevin Scherer gute Besserung.

Bericht: Aaron Künzle